Produktion

berufsbegleitender Aufbaustudiengang, nächster Beginn: 13. April 2018

Wer in der Medienbranche als Producer arbeiten möchte, muss genau wissen, welche „Strippen“ er zieht. Ein Producer trägt die wesentliche Verantwortung für die Stoffentwicklung, Finanzierung und Produktionsabwicklung von Film- und Fernsehproduktionen. Der sechsmonatige, berufsbegleitende Aufbaustudiengang “Produktion” richtet sich an Medienschaffende, die bereits in der TV- oder Medienbranche arbeiten und jetzt einen entscheidenden Schritt weiter gehen wollen.

Unsere Hauptdozenten

Michel Morales und Peter Probst betreuen die Studienschwerpunkte “Programmwirtschaft” und “Dramaturgie und Ästhetik”

Michel Morales wurde 2013 in den Vorstand des Verbands Deutscher Filmproduzenten gewählt. In den letzten 18 Jahren hat er circa 25 Filme im Bereich Non-Fiction und Fiction produziert. 2014 war er Mitglied der Auswahljury für den dt. Beitrag im Oscar-Wettbewerb für den besten nicht-englischsprachigen, abendfüllenden Kinofilm. Seit 2015 ist Michel Morales an der BAF Dozent für den Studiengang Produktion.
Peter Probst, 1957 in München geboren, studierte Germanistik, Italienische Literatur und Katholische Theologie in seiner Heimatstadt und in Rom. Er war Regieassistent, Regisseur und Dozent an Filmakademien und schrieb seit 1982 etwa neunzig Drehbücher, vor allem für Fernsehspiele und Krimis wie den “Tatort”. Er wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, unter anderem dem Grimmepreis.

Es genügt heute nicht mehr den Weg der dramaturgischen Entwicklung und organisatorischen Herstellung eines Filmwerkes zu vermitteln. Rund wird die Sache erst, wenn Studierende verstehen, welche Finanzierungstools sie benötigen, um ihre Filmwerke tatsächlich realisieren zu können. Dass sie verstehen, dass diese Mittel eines Tages wieder zurückfließen müssen. Dass ihre Arbeit nach der Fertigstellung lange noch nicht getan ist. Marketing-Wissen, Zielgruppenanalyse und der Zugang zu den Käufern- und Co-Produktions-Märkten sind gleichwertige Schwerpunkte der Planung und Filmherstellung. […] Ungeachtet zukünftiger neuer Türen, die sich durch weitere innovative Erzähltechniken eröffnen, bleibt aber das wichtigste Tool das Selbstverständnis von handwerklicher Professionalität. Und dies betrifft das Basiswissen und das Verständnis von Urheber- und Nutzungsrechten. Kenntnisse der Netzwerke und Dienstleister gehören ebenso dazu wie Planung und eine branchenübliche Kalkulation für die individuellen Projekte. Kurz: eine souveräne Begleitung des Produktionsprozesses von der „packaging Phase“ bis zur finalen Filmfassung.

Michel Morales

Produzent

Studium Produktion

Ob Programmwirtschaft, Produktionstechnik oder Stoffentwicklung: Dieser Studiengang gibt dir das Rüstzeug zum Producer! Von erfahrenen Experten aus der Medienwelt lernst du, wie du Kino, Fernsehen und digitale Medien in Zukunft mitgestalten kannst. Deine Dozenten sind namhafte Macher aus allen Bereichen der Bewegtbildproduktion. Als wertvolle Kontakte in die Branche erhöhen sie deine Berufsaussichten nach dem Studium. Redakteure und Drehbuchautoren der öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten und der privaten Programmanbieter, Producer, Kameraleute, Editoren und Regisseure geben am Campus in Unterföhring ihre langjährige Erfahrung in konzentrierter Form weiter. Du erhältst so Einblicke in alle an einer Produktion beteiligten Gewerke – sowohl unter gestalterischen, als auch unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten. Übrigens: Unter bestimmten Voraussetzungen ist die Ausbildung durch das sogenannte „Meister-Bafög“ förderfähig.

Ablauf

Ziel ist es, den Teilnehmern breitgefächerte Kenntnisse aus unterschiedlichen Bereichen des Produktionsmanagements zu vermitteln. In Seminaren und Projektarbeiten werden dir die wesentlichen Kompetenzen aus den Bereichen dramaturgische Beratung und Stoffentwicklung sowie Kalkulation, Organisation und Mitarbeiterführung vermittelt. Nach Abschluss des Studiengangs Produktion bist du in der Lage, an der Schnittstelle Redaktion / Produktion, kompetent inhaltliche, wirtschaftliche, produktionstechnische und planerische Entscheidungen zu treffen und Bewegtbildprojekte in allen Phasen ihrer Entstehung begleiten zu können. Im Mittelpunkt stehen Genres wie Fernsehserien, TV-Movies, Kinofilme sowie dokumentarische und crossmediale Formate.

Lehrplan

Das Aufbaustudium gliedert sich in die drei Studienbereiche:

Programmwirtschaft:

  • Wirtschaftliche, rechtliche und strukturelle Aspekte der Fernseh- und Filmproduktion und Programmplanung
  • Programmschemata, Programmformate, Zuschauerforschung
  • Drehplanerstellung und Kalkulation
  • Lizenzhandel
  • Filmförderung und Coproduktionen
  • Marketing

Produktionstechnik:

  • Technische Grundlagen der Programmerstellung unter Berücksichtigung aller wesentlichen Produktionsschritte
  • Kamera-, Licht- und Tontechnik
  • Postproduktion und digitale Bildbearbeitung
  • Production design

Dramaturgie und Ästhetik:

  • Dramaturgie von Programmformaten
  • Stofffindung und Recherche
  • Drehbuchentwicklung, Charaktere und Dialog
  • Besonderheiten der Seriendramaturgie und der Fernsehdokumentation
  • Bildgestaltung, Montage und Tondramaturgie, Licht- und Farbgestaltung

Das sagen unsere Absolventen über uns

Kamera-Absolvent Andy hat Lars und Timo – zwei Produktions-Absolventen – besucht und sie nach ihrem Studium an der BAF und dem Weg danach gefragt.

Ich kannte die Filmbranche schon vor der BAF. Doch um in der Produktion zu arbeiten, fehlte es an allen Ecken und Enden. Die Kurse in der BAF haben mir dann einen schnellen Überblick über die Sachen gegeben, die ich können muss, um zu produzieren. So war ich dann im Herbst 2016 bereit, in die Mongolei zu fliegen, wo ich mit einem Schweizer Team meinen ersten Kinospielfilm als Herstellungsleiter und Koproduzent umsetzen konnte. Zurzeit bin ich gerade in Zürich mitten in den Dreharbeiten meiner zweiten Koproduktion, einem aufwändigen Kinospielfilm mit echten Pumas, Stunts und vielen Komparsen.

Cyrill Gerber

Absolvent Produktion, Produzent Milian Film AG

Fakten

Studienbeginn: 13.04.2018
Studienende: 15.12.2018
Unterrichtszeiten: freitags von 14 – 19 Uhr, samstags von 10 – 17 Uhr
Teilnehmerzahl: ca. 12
Studienbeitrag: EUR 4900,– (24 Wochenenden, Sommerpause August + September)
Einschreibegebühr: EUR 500,– einmalig
Aufnahmebedingungen: Allgemeine Hochschulreife und umfassende Erfahrung in Medienberufen
Alter: 25 – 40 Jahre (Ausnahmen sind in begründeten Fällen möglich)