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19.01.2012 - Happy New Year, Happy Projects

Happy New Year, Happy New Projects
Ferien, Weihnachten, Silvester, ...alles ist überstanden und es geht direkt weiter im
Lehrplan.
Letztes Jahr um diese Zeit hab ich mich auf’s Abi vorbereitet - dieses Jahr
(zumindest ein wenig) auf die Zwischenprüfungen an der BAF. Kein Wunder, dass
der Winter momentan nicht zu meinen Lieblingsjahreszeiten gehört. ;-) Wenn jetzt
2012 die Welt untergeht, hab ich fast mein komplettes Leben mit Lernen verbracht,
yay. Hoffen wir mal, dass 2012 nicht das Ende ist und die Maya, Roland Emmerich,
sowie Obdachlose mit „The end is near“-Schildern nur ein bisschen Panik verbreiten
wollen. Es gibt doch noch so viel zu erleben....
Direkt in der ersten Woche stand unser erster VJ-Beitrag an. Die Aufgabe:
vollkommen unvorbereitet und zu zweit in die Schiller – oder Goethestraße fahren,
recherchieren und uns für ein Geschäft entscheiden, das interessante Menschen mit
interessanten Stories zu bieten hat. Dönerbuden, Juweliere, Tabeldancebars, Hotels
– davon gab es viele. Doch meine Partnerin Svenja und ich entschieden uns für eine
schöne Parfümerie, die seit über 60 Jahren inhabergeführt sesshaft in der
Schillerstraße ist. Fasziniert von den Düften und der guten Laune der
Mitarbeiterinnen, die viel zu berichten hatten, kamen wir nicht nur mit Bildmaterial,
sondern auch mit massenweise Duft- und MakeUp-Proben zurück.  Im
Schnitt mal alles Revue passieren lassen und morgen wird dann analysiert. Die
ganze Aktion war erschreckend spontan und aufregend, aber genau das passt zum
Anfang eines neuen Jahres: ...denn man weiß nie, was auf einen zukommt...

19.01.2012 - Raum der Harmonie

Kaum ist Weihnachten vorbei und das neue Jahr eingeweiht, da sitzt man schon wieder nur noch vorm PC.. ähh.. entschuldigung MAC und zählt die die goldenen Sekunden bis zur nächsten Deadline.

Dann fällt einem noch zwischendurch ein: „Ach Mensch, ich müsste wieder einen Blog schreiben… wo sind nur die Wochen hin?“

Der Alltag hat uns schnell wieder eingeholt und mit frisch aufgeladenem Akku geht’s munter weiter. Konzentriert, geduldig und immer mit vollem Bewusstsein der Verantwortung für die große Sache: Der Medienabend. Er wird kommen und eine Gruppe von unserem Kurs wird ihn einpacken :) Wer das dann sein wird, das wird abgestimmt. Aber bis dahin, glaubt jede Gruppe an ihre Sache UND MACHT SIE GUT! Es ist echt schön zu sehen, wie in diesem einen Raum vier wunderbare, eigentümliche und von Grund auf verschiedene Welten entstehen und wachsen. Es ist wahrlich wie eine kleine Fabrik und sobald man den Raum betritt, muss man aufpassen, dass einen die Fantasien und kreativen Gedanken nicht umhauen. Denn dieser Raum ist voll davon und alles schwebt mit Bedacht über den Köpfen der Schöpfer. Aber Achtung! Ansteckungsgefahr ist noch nicht ausgeschlossen.
So freuen wir uns alle auf die Präsentationen unserer Ideen, zwischendurch vielleicht noch ein paar Geistesblitze und zum Glück kann man sich immer auf seine Mitschüler verlassen. Da unsere Klasse in sich schon ein wahnsinns Potenzial hat, ist es immer wieder schön, wenn dieses geteilt wird. Ob es nun ein ausführliches Tutorial ist, das jemand freundlicherweiser der Klasse gibt - Danke Georg ;) - oder die netten Tischnachbarn, die gerne auch mal weiterhelfen.
Und auch wenn unser Klassenzimmer ein Raum der Harmonie und Liebe ist, so habe ich die Missgunst im Erdgeschoss erfahren: Der Snackbär war sehr verständnislos, als ich ihm von meinen guten Vorsätzen erzählt habe. Aber ich finde, es reicht wenn ich ihn anlächele ;)

So denn.. Mit einem Lächeln im Gesicht, weiter an Werk :D

17.01.2012 - Winterferien und Videojournalisten

Hallo,
zuerst möchte ich euch allen ein gutes neues Jahr wünschen und hoffe ihr seid gut rüber gerutscht. Wir alle haben uns auf zwei Wochen Ferien gefreut, die einfach dringend notwendig und absolut erholsam waren.
Als wir am Montag alle aus der Zeit des Nichtstuns zurück kamen, haben wir uns auf eine entspannte Woche gefreut. Allerdings wurden wir am Montag gleich mal auf die Schillerstraße am Hauptbahnhof geschickt um dort zwischen Rotlicht und Dönerbude ein spannendes Thema für unseren ersten eigenen VJ-Beitrag zu finden. In zweier Teams haben wir uns also auf die Suche gemacht. Zurück gekommen sind wir mit Geschichten von Gemüsehändlerin, Friseuren, Stripperinnen und Cafébesitzern.
Jennifer Naumann und ich haben zwischen Geldwechselbude und Casino eine Einrichtung des Kolpinghauses gefunden, in der Jugendliche ohne Schulabschluss eine berufsvorbereitende Ausbildung erhalten. Nach einem Tag Recherche, mussten wir am nächsten Tag selbst die Kamera bedienen, uns nebenbei einen Drehplan überlegen und anschließend im Schnitt glänzen. Also mal komplett alles alleine machen. Eine ganz schöne Herausforderung für einen halben Tag Vorbereitung. Aber auch sehr viel Spaß und Selbsterfahrung. Morgen schneiden wir das Stück fertig und ich bin wirklich gespannt auf die Bewertung.
Die letzten beiden Tage haben mir wirklich viel gebracht, weil ich das Gelernte anwenden konnte, viele neue Sachen gesehen und sicherer in der Gestaltung eines Beitrags geworden bin. Vieles ging zwar auch drunter und drüber, aber ich denke das ist normal :)
Ich wünsche euch noch eine schöne Restwoche!
Bis bald
Liebe Grüße Marie-Christin

17.01.2012 - Zimt und Döner

Ungezügelte, sündige Wolllust, das mit unerschütterlicher Gewissheit jährlich wiederkehrende mediale Besinnlichkeitsprogramm und ein Hauch vanille- und zimtgeschwängerter Langeweile - Weihnachtsferien! 
Oder alles nur Klischee? 
Mit der sündigen Wolllust ist das so eine Sache. Irgendwie will es nicht recht gelingen, sich ohne schlechtes Gewissen ins Nirwana zu schlemmen, um dann mit zufriedenem Seufzen den Gürtel schicksalsergeben drei Löcher weiter zu stellen.
Das Fernsehprogramm... Vorbei die Zeiten, da ein Film ein Film war und außer „wirklich schön gemacht“, „hab‘ ich alles nicht kapiert“, oder „der Typ ist so süß“, darüber nicht viel zu sagen war. Jeder Bildspratzer, jeder falsche Ton wird registriert. Und überhaupt, die Bildgestaltung - Katastrophe! Wie anstrengend - vor allem für all die anderen unwissenden Zuschauer auf der Couch.
Und Langeweile? Wie wird das doch gleich geschrieben? Wer fleißig ist, oder einfach um Ruhe zu haben, den kleinen Mann im Kopf besänftigen will, der lernt. Und das nicht zu knapp. Besagte Bildgestaltung, Optik, Akustik...

Jetzt starten wir in ein neues Jahr, in eine weitere Etappe an der B.A.F. Unterm Arm ganz viel elterliche Liebe und Zuwendung, durchtanzte Nächte und verschlafene Tage. Die Akku -Ladung muss eine Weile reichen.
Die nächste Prüfung lauert schon um die Ecke. Genauer gesagt in der Schillerstraße. Hier, wo München am buntesten ist, soll unser nächstes Werk entstehen. Im Schmelztiegel der Bayernmetropole heißt es einen Menschen finden, der bereitwillig seine Geschichte erzählt, uns die Tür zu seiner Welt öffnet. Das Besondere im Lauten, Hässlichen, Charmanten, überbordenden Leben aufspüren. Den Edelstein unter Billig-Ramsch, die blumige Note im Dönerduft. Die Schatzsuche beginnt...

19.12.2011 - Hallo ihr Lieben,

nur noch wenige Tage bis Weihnachten...  In München läuft die Weihnachtstimmung auf Hochtouren – vor allem jetzt wo es endlich! angefangen hat, kräftig zu schneien. Diese Woche beginnen auch für uns BAF-Studenten die Ferien (auf die wir auch mittlerweile ziemlich hin fiebern!).

Zwischen den Jahren werden wohl die meisten von uns einige Lerneinheiten für unsere großen Zwischenprüfungen im Februar einschieben.

 

Auch in den letzten Wochen ging es in der BAF bereits heiß her: Erste Prüfungen, erste Noten!

Ende November stand die stark gefürchtete Kameraprüfung an! Die böse, böse Technik verdonnerte vor allem uns Mädels zu vielen, vielen Übungs- und Lernabenden in der BAF. Schlussendlich war alles gar nicht sooo schlimm wie wir zuvor geglaubt hatten.  Um nicht nur die am Nachmittag bestandene Prüfung, sondern auch in meinen Geburtstag reinzufeiern, gönnten wir Mädels uns am Abend eine schöne Feierei in Münchens Inn-Laden „Heart“ :)) Da durfte unsere liebe Kommilitonin Kathi natürlich auch nicht fehlen und es entstand dieses schöne Foto!

 

Auch in den kommenden Dezemberwochen war das BAF-Leben so abwechslungsreich und spannend wie von Anfang an! Besonders freuten wir uns wieder auf Professor Müller und das Seminar „Fotographische Optik“, das uns auch wieder seeeehr viel Technik, aber auch praktische Übungen bescherte. 

 

Darauf folgten: ein Textseminar, in welchem wir lernten schnell, verständlich und in kurzen Sätzen zu texten; ein Vertonungsseminar, wo doch manche von uns merkten, dass ein professionelles Sprachtraining ihnen bestimmt nicht schaden würde bei den fiesen Dialekten, die man von zu Hause mitbringt; und ganz viele Grundlagen der Fernsehtechnik, die unsere Köpfe erneut zum rauchen brachten. Die erinnerten viele von uns an vergangene Physikstunden, die gefühlt schon vor hunderten von Jahren stattgefunden haben.

 

Und dann stand der Höhepunkt vor den Ferien auf dem Programm:

Unsere erste Produktion außer Haus!

Eine Nachrichtensendung, 1.30 Minute lang. Wie bereits bei der Produktion unserer NIF wurden wir in Teams zu je zwei Journalisten, zwei Cuttern und zwei Kameramännern eingeteilt. Nun lag es an uns ein Thema auszuwählen, Drehgenehmigungen einzuholen, Protagonisten zu suchen, viel, viel zu recherchieren und letztendlich unseren betreuenden Dozenten Herr Oechsner vom BR von unseren Vorstellungen für unseren Beitrag zu überzeugen. Unserem Team stand ein langer, nasser, kalter 10-Stunden-Dreh in der Münchner Innenstadt bevor, um unserem Thema „Wirtschaftskonsum“ gerecht zu werden. So viel Zeit um Bilder für einen 1.30-Beitrag zu drehen, werden wir wohl nie wieder haben. Noch dazu hatten wir einfach viel zu viele schöne Bilder, um alle in unserm Beitrag unterzubringen.  Im Schnitt spielte dann „EIN STRUDEL“ die Hauptrolle und erfreute die gesamte BAF - unsere Kommilitonen wie Dozenten - in der Analyse einen Tag später. Da wir am Ende mit Topnoten für unser Stück belohnt wurden, hat sich unser Einsatz wirklich ausgezahlt!

 

Ich verabschiede mich mit diesem Blog-Eintrag nun von euch und wünsch Euch allen fröhliche Weihnachten mit einer schönen Bescherung und einem guten Rutsch ins neue Jahr 2012! Ich freue mich, Euch im nächsten Jahr wieder von unseren BAF-Erlebnissen berichten zu können! 

 

Anna

19.12.2011 - Wer kennt das nicht?

Man möchte nur schnell etwas rendern und dann will und will sich der Renderbalken einfach nicht von der Stelle bewegen. Die Welt steht still und man kann nichts tun außer warten.

Die Zeit kann jetzt genutzt werden um die Weihnachtsfeiertage zu genießen und sich zum Jahresende etwas Ruhe zu gönnen.

In diesem Sinne: Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

 

19.12.2011 - Vorerst erfolgreich!

Das Jahr 2011 neigt sich nun langsam dem Ende entgegen. Was für ein Jahr!

Ein Jahr, das mit gewaltig morbider Strahlkraft begann, das geprägt war, von der prätentiös voranschreitenden Krise und (zumindest) ein Ende im brackigen Dunkel eines Abflussrohres fand. Ein Jahr voller Umwälzungen und Schreckgespenster.

In unsere kleine heile Welt dringen solche Ereignisse oft lediglich als Randnotiz.

Der große Journalismus und die Abwasserrohre dieser Welt müssen warten.

Panisch wird stattdessen dem ersten Dreh unseres ersten Nachrichtenbeitrags entgegengefiebert. Es gilt eineinhalb Minuten zu füllen - mit einem aktuellen Thema nach Wahl.

Eine Woche später hat sich das wattige Novemberwetter in etwas verwandelt, das man dann am allerliebsten hat, wenn man gemütlich eingekuschelt, mit heißem Getränk und Fernbedienung in Reichweite, auf dem Sofa liegt: Regenschweres Schneegestöber. Tapfer stehen wir in der Kälte. Jetzt zur Fernbedienung greifen können... Aber nein, wir kreieren hier unseren eigenen Film. Und es macht Spaß!!! Da ist es, das Gefühl, das einen kalte Füße und leeren Magen vergessen lässt. Unbeschreiblich gut!

Nur noch zu Toppen durch den Anblick der gut gefütterten Timeline auf dem Schnittrechner - wenn plötzlich alles einen Sinn ergibt und sich so zueinander fügt, als hätten Töne und Bilder schon ewig in genau dieser Abfolge existiert.

Im vergangenen Jahr haben wir mit unserem Studium alle ein neues Kapitel in unserem Leben aufgeschlagen. Und wir sind eifrig dabei, seine Seiten zu füllen. Das lassen wir keinen anderen machen. Schließlich ist das Gefühl ein zu gutes, mit der eigenen Hände Arbeit erfolgreich zu sein. 2012 kann kommen.

Svenja Schmidt

 

19.12.2011 - students vs. reality

Spannend waren die letzten Tage für alle, soviel steht wohl fest. Im Gegensatz zu den ersten Wochen an der BAF hatten auf einmal die meisten von uns wahnsinnig viel zu tun: angefangen bei der Wahl der binBAF-Moderatoren über IPTV-Beiträge bis natürlich hin zum 1:30er. Würde ich jetzt anfangen aufzuzählen, wer alles einen Extra-Job übernommen und somit ein großes Lob verdient hat, würde ich sicherlich jemanden vergessen, und das wäre schlecht - deshalb sollten sich die Betreffenden hiermit einfach angesprochen fühlen.

 

Der 1:30er hat uns ohnehin alle gefordert, und für den Gesichtsausdruck, mit dem einem so mancher Kommilitone auf dem Flur entgegenkam, fand Bernie ein ganz herrliches Adjektiv: „zwider“, zu Deutsch „griesgrämig“. Ja, der Weg von der Idee („Ohja, ich hab da schon ein paar Vorschläge, das wird super!“) bis hin zum Ende („Boah, das DARF nicht wahr sein!!!“) war steinig und schwer: verschollene Teammitglieder, den Dienst versagende Technik, nicht aufzufindende Protagonisten, kontinuierlich stark fallender Regen, fragwürdige Autofahrkünste, vergessene Unterschriften sowie zeitweiser Mangel an Kalorien- und Flüssigkeitszufuhr machten die letzte Woche für uns so realitätsnah, wie man es wohl nur an der BAF erleben kann.

Gleichwohl hat auch die positive Seite eine Aufzählung verdient: sich immer mehr herauskristallisierender Teamgeist, erstaunliche Pünktlichkeit auch zu unchristlichen Zeiten, geduldige Redakteure, geduldige Kameraleute, geduldige Cutter, hilfsbereite Protagonisten, niedliche Tiere, zur Verfügung gestellte Autos, Drehgenehmigungen zum Umhängen (ergo das Gefühl, irgendwie wichtig zu sein), Telefonseelsorge vonseiten einiger Kommilitonen und Schokolade rund um die Uhr – all diese Dinge ließen die Produktion des 1:30ers zu einem tollen Erlebnis werden! Danke auch an Laura Barnick für die Antworten auf die 2739 Fragen, die du am Tag gestellt bekommst – und an Frau Kreppel und Frau Freier für all die verschickten Faxe, die eigentlich gar nicht nötig hätten sein dürfen. 

 

13.12.2011 - Countdown 2011

Hallo liebe Blog-Leser,

 

seit den letzten Einträgen ist zwar noch nicht viel Zeit vergangen, aber in der BAF wurde auf Hochtouren gearbeitet: Vertonung von TV-Beiträgen, Filmtexte schreiben, Einführung in die Fernsehtechnik und natürlich IPTV.

 

Eine zusätzliche Aufgabe für all diejenigen, die sich auch vor der Kamera sehen: die Suche nach dem Moderatorenteam. Unsere CvDs haben sich einiges einfallen lassen: spontane Auftritte vor der Kamera, später zwei vorbereitete Moderationen im Stil von Tagesthemen und taff vor allen Studenten. Zuletzt mussten die Kandidaten live einen Beitrag anmoderieren – technische Schwierigkeiten inklusive. Nach zwei Wahlrunden und einer oftmals schwierigen Entscheidung war klar: Marlon und Marie werden Euch ab sofort durch unsere Sendungen führen.

 

Doch bevor es so weit ist, stehen erstmal die 1’30’’-Nachrichtenbeiträge an. Die erste größere Außendrehproduktion für uns alle. Eingeteilt in Teams, haben wir uns jeweils ein Thema ausgesucht, das dann in einer Redaktionskonferenz diskutiert wurde. Im Anschluss wurde recherchiert, telefoniert und geplant: Wie lässt sich das Thema filmisch am besten umsetzen? Welche Drehgenehmigungen benötigen wir? Wie funktioniert das Drehen mit Kindern? Welches Equipment sollen wir mitnehmen? Fragen, die sich ein Journalist jedes Mal aufs Neue stellt.

 

Wenn man bedenkt, dass wir noch keine drei Monate an der BAF studieren, ist es erstaunlich, dass wir bereits eigenständig produzieren dürfen. Wir sind gespannt, was die anderen Teams aus ihren Themen gemacht haben.

 

Da dies vermutlich mein letzter Blog-Eintrag in diesem Jahr sein wird, wünsche ich Euch allen schon mal vorab ein wunderschönes Weihnachtsfest im Kreise Eurer Liebsten, viele Geschenke und einen guten Übergang in ein produktionsreiches 2012.

 

Eure Jennifer

07.12.2011 - Glückliches Ende

München. Der kuriose Fall in der Bavaria Filmstadt wurde nun dank eines Beweisvideos endgültig abgeschlossen. Das Video wurde von den bereits bekannten Tätern Lord Vader, D.A.N. & Jason veröffentlicht und kann hier angesehen werden. Die drei kündigten außerdem an, immer wieder dafür zu sorgen, dass man über sie sprechen wird. Was genau da auf uns zu kommt bleibt abzuwarten.

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29.11.2011 - Stop Motion

Meine letzte Stop-Motion-Arbeit liegt schon einige Jahre zurück, daher freute ich mich besonders auf das Projekt. Nun ist der Film endlich fertig. Es war anstrengend und hat Unmengen an Zeit verschlungen, aber der Spaß und die Begeisterung an der Sache hat allen Stress wieder wett gemacht.
Und schon stehen die nächsten Projekte an. Langeweile werden wir an der BAF wohl nie bekommen ;)

Liebe Grüße

Janine

25.11.2011 - Ohne Grenzen

Hui. Die letzten beiden Wochen hatten es in sich. Und es nimmt kein Ende :)

 

Wir hatten die tolle Aufgabe einen Stop-Motion-Film zu machen und wieder einmal vergeht die Zeit im Flug und man hat das Gefühl Monate seien vergangen. Aber es ist toll und macht Spaß. Wir bekommen hier täglich einen wahnsinnigen Input, den wir sofort in die Tat umsetzen können. Zunächst haben wir unsere Charakter von Grund auf erstellt. Das heißt: Drähte drehen, verbiegen, verschrauben, verkleben und zusammensetzen; Körpermasse mit entsprechenden Materialien formen, Kleidung erstellen; die Umgebung für diese kleinen Protagonisten musste verwirklicht werden. Also: Kulisse bauen, Requisiten  erstellen, Set aufbauen... Also schon bis hier hin waren wir alle in einer Wunderwelt gefangen, in der wir uns immer wieder neu erfunden haben. Es war sehr schön zu sehen, wie jeder in seinem Gebiet aufging und wir gemeinsam etwas schaffen konnten, mit dem jeder Einzelne der Gruppe sich identifizieren konnte. Während ich Styropor befeuerte, beschnitt, bespachtelte und anstrich, schneiderte Kim aufwendige Kleidung für „die Darsteller“, Letizia kreierte ein Prinzessinen-Schlafzimmer und Janine überraschte jeden Tag mit kleinen Probeanimationen, die uns bewiesen, dass unsere Vorstellungen wahr werden würden. So wurden aus verkokeltem Styropor Grabsteine, aus Bauschaum ganze Felswände und somit ein ganzer Friedhof auf 2qm. Wir verbrachten  jede Übungsstunde, ganze Wochenenden und ein paar Mittagspausen damit, den beiden Figuren leben vor der Kamera einzuhauchen. Und immer wieder wurde gelacht, genascht, animiert, genascht, ausgeleuchtet, genascht, geknipst, genascht und irgendwie waren ganz schön viele Süßigkeiten im Spiel. Da habe ich ihn wieder gemein lachen hören aus dem Erdgeschoss: „Haha.. Und du kommst doch wieder. Du entkommst mir nicht!.. Ich weiß es! Du wirst immer wieder kommen“ Schande über mich.. Ich bin dem Snackbären wohl einfach verfallen...

Dann lernten wir zu schneiden und unserem Film noch mehr Leben mit Vertonung zu geben (Ein weit unterschätztes Gebiet. Ich glaube hier waren die größten Konfliktpunkte). Und zusätzlich arbeitet man noch die letzten Feinheiten zu Hause raus, weil man ja ein schönes Endprodukt haben will und sich die Arbeit gelohnt haben  soll. Und nun steht schon das nächste an. Ein gemeinsames Musikvideo von der Klasse erstellt, wobei jeder seine speziellen Sekunden erhält und dazu etwas in After Effects animiert. Als verbindendes Element: Ein Auto. Das Auto des A-Teams durchlebt mehrere spannende Geschichten und das ganze zum Popcorn-Song. Es bleibt spannend!

 

Julia

24.11.2011 - Der Weg zur Journalistin

Grüß Gott!

 

Achja, solangsam beginne ich mich auch an das Leben und die Bräuche in Bayern zu gewöhnen. Den Bäcker begrüße ich morgens automatisch mit einem lächelnden „Grüß Gott“ und zu den Menschen, die ihre Brötchen an den Stehtischen im Laden essen, füge ich noch ein freundliches „En Guaden“ hinzu.

Aber nun zum Leben in der BAF: Die NiF-Auswertung war gar nicht so schlecht, es gab aber auch keine NiF, die perfekt war. Jede NiF wurde genau analysiert und jeder kleine Fehler im Bild entdeckt, aber genau dazu sind wir ja hier: Um zu lernen, wie es richtig geht. Witzig war nur, dass man, nachdem man die Auswertung der anderen Gruppen gehört hatte, schon genau wusste, was in seiner eigenen NiF falsch war und wie man es jetzt gleich besser machen würde.

Die nächste Woche ging es mit einem intensiven Seminar über Bildgestaltung weiter. Es war wirklich unglaublich interessant zu erfahren, wie und wohin der Mensch auf einem Bildschirm oder auch einer weißen Wand zuerst hinsieht. Und kaum zu glauben: Wir brauchten die in der Schule erlernte pq-Formel, um den Blickwinkel der Menschen und somit den goldenen Schnitt auszurechnen (Dieser ist wichtig zur richtigen Platzierung von bsp. Personen im Bild).

Mein lieber Herr Mathelehrer, falls sie einmal auf diesen Blog stoßen sollte: Nun glaube ich Ihnen, dass wir die erlernten Matheformeln in der Schule auch im Alltag brauchen!

Den Freitag hatten wir frei, sodass die meisten von uns nach hause gefahren sind, um sich ein schönes, verlängertes und entspanntes Wochenende mit seinen Liebsten daheim zu machen. Mit neu getankter Kraft ging dann die Woche mit einem Seminar über Politik und Medien weiter. Doch worauf sich alle wohl am meisten freuten, war die Einführung ins IPTV.

Für alle, die noch nicht wissen, was es damit auf sich hat: Wir BAF Studenten werden probieren ca. alle 2 Wochen eine ca. 15-minütige Sendung zu erstellen, mit Beiträgen, deren Themen wir selber auswählen bestimmen. Dabei sind die Bedingungen wie im realen Leben; wir müssen uns die Drehgenehmigung holen und die CVD’s von unserer Idee mit einem Exposé überzeugen, ein Team aus Journalist, Kameramann und Cutter erstellen und unter Zeitdruck unseren Beitrag fertig stellen.

Bei dem Seminar wurden die Cutter, Vfxler, Kameraleute und CVD’s bestimmt, welche dafür verantwortlich sind, dass die Sendung am Ende steht und komplett fertig ist. Das Moderatoren-Casting für die Sendung, die im übrigen „BIN BAF“ heißt, wird erst Anfang Dezember stattfinden und so wie es aussieht, wird die Anzahl der Teilnehmer, die sich bewerben, nicht gerade klein werden. Also, es wird spannend!

Am nächsten Tag folgte das Seminar „Praxis der Tonaufzeichnung und Tonwiedergabe“. Dieses mal nicht so viel theoretisches, sondern mehr Praxis, bei der wir die verschiedenen Mikrofone und ihre Auswirkungen kennengelernt haben. Da wir nächste Woche Kameraprüfung haben, waren viele glücklich, noch mal die Kameraeinstellungen durchgehen zu können. Trotzdem fliegt so langsam ein wenig Panik auf und an den Übungsabenden, die jeweils Dienstag und Donnerstag nach den Seminaren stattfinden, sind die Kamera immer schnell ausgebucht. Oft hört man kurz vor der Pause ein: „Gleich musst du mir noch mal x erklären?“ und in der Pause kleben meist mehrere Ohren an der Person, die die Frage erklärt.

Das letzte Seminar der Woche hatte den Namen „Heldenreise“ und uns wurde erklärt, wie die meisten Filme in 12 Teilen aufgebaut sind und haben dieses an einem Beispielfilm genauer unter die Lupe genommen.

Und, es ist unglaublich: Ich wollte am Wochenende mal wieder einen meiner Lieblingsfilme Avatar schauen und musste die ganze Zeit daran denken, welcher Teil der „Heldenreise“ sich jetzt gerade vor mir abspielt. Es hat mir gar keinen richtigen Spaß gemacht und mich nicht so emotional mitgezogen, wie sonst und nach einer Weile habe ich den Film einfach ausgemacht.

Jetzt muss ich nicht nur bei den normalen Nachrichten über die Bilder nachdenken (Totale: „Jetzt will er die Gesamtsituation erfassen“, Nahe: „Jetzt wird es emotional“,….), sondern kann noch nicht mal meinen Lieblingsfilm genießen. L Ein wenig frustrierend war das schon, aber wiederum weiß ich auch: Genau das musst du erkennen, wenn du Fernsehjournalist werden willst. Genau das muss die Denkweise eines Journalisten sein. Du bist auf dem richtigen Weg eine Fernsehjournalistin zu werden.

 

Charleen

 

PS: Den nächsten Blogeintrag wird Anna verfassen.

 

23.11.2011 - Heldenstyle

Wenn man durch die heiligen Hallen bzw. Flure unserer BAF geht, könnten einem viele verschiedene Dinge auffallen.

Wunderbare Fotografien an den Wänden, zum Beispiel.

Steinerne Skulpturen im Gang, die –ich bitte um Verzeihung!- irgendwie eine faszinierende Ähnlichkeit mit Hundehaufen haben.

Oder die erstaunlich großen Temperaturunterschiede: Vor allem der Raum vor dem Audimax steht einer Sauna klimatisch in nichts nach.

Was Prof. Dr. Müller aber anscheinend gleich ins Auge gesprungen ist: Wir Schüler tragen alle unfassbar triste Farben! Recht hat er, muss ich sagen, denn wohin das Auge auch blickt sind überall nur junge Menschen in Schwarz, Weiß, Beige und Grau zu sehen. Unsere lieben Kameramänner Jonas und Phil scheinen nun mit gutem Beispiel vorangehen zu wollen: Hat denn niemand bemerkt, dass die beiden sich diese Woche farblich aufeinander abgestimmt haben?! Ich zunächst auch nicht – aber als Phil eines Morgens im Bus meinte, er habe „heute extra noch sein gelbes T-Shirt gebügelt“, wurde mir erst klar, wie ernst sie das wirklich meinen…

Dass die letzten zwei Wochen gänzlich im Zeichen der Textilien standen, bestätigt auch Phies und Alex’ Einsatz für, ich zitiere, „BAF-Jacken, Jogging für die Außenarbeitenden, die etwas dickere Version, mit Windstopper integriert“. Ja. Ich sehe es vor mir: Irgendwann wird eine Gruppe von BAF-Studenten in eleganten und zugleich multifunktionalen Anzügen in die Schule marschieren, an den Hosen hunderte Taschen für dem Krimskrams der Kameraleute, dazu wahlweise Blazer oder Windjacke für die Redakteure, integrierte Kippenschachtel-Befestigung für die Cutter und… ja, was auch immer ein VFXler so braucht. Meinetwegen noch ein paar Taschen mehr für die Spielekonsole. Das Design wäre ja auch kein Problem, uns mangelt es nun wahrlich nicht an modeaffinen Mädels –  im Zweifelsfall könnte Lysander den männlichen Part übernehmen und dem Ganzen einen Schuss Business-Style verpassen, oder? Bis auf die Idee „Krawatte statt Schal“, die sollte wahrlich noch überarbeitet werden.

Eines muss unser BAF-Outfit aber auf jeden Fall haben: Heldenreisen-Tauglichkeit! Denn wie uns Herrn Zwiessler sehr anschaulich erklärte, geht es bei einer Heldenreise um Kontrollverlust, um Risiko, da darf nichts zwicken oder zwacken, da ist Eitelkeit fehl am Platz und voller Einsatz gefragt! Stellt euch nur diesen Helden vor: Gerade kam der Hilferuf per Funkspruch, nun packt er eilig seine sieben Sachen zusammen und steht dann vor dem Kleiderschrank, vor sich hinmurmelnd: „…diesen Schal zu dem blauen Hemd? Oder doch lieber den Rollkragenpulli? Ach nee, der kratzt immer so…“!

Vielleicht ist das Thema der Klamotte also doch nicht so existentiell, wie es uns in den letzten Tagen vorgekommen sein mag. Viel wichtiger erscheint mir jetzt gerade wirklich die Frage: Was stellen diese Skulpturen im Gang denn nun wirklich dar?

 

Franziska

23.11.2011 - Nichts für Kuschelsocken-Prinzessinnen

 Seit Wochen gelingt es dem Nebel nun schon erfolgreich, die Sonne stempeln zu schicken. Ausgetobt für dieses Jahr, ab ins Körbchen. Die „stade“ Zeit, wie man hier in Bayern so schön sagt, hat begonnen. Aber nix von wegen „Entschleunigung“.

 

Unser Studium an der Bayerischen Akademie für Fernsehen nimmt jetzt erst so richtig Fahrt auf. Mit 180 Sachen dem Horizont entgegen. Auch wenn der gnädige Herr dieser Tage leider nicht für Filmaufnahmen zur Verfügung steht.

  Je mehr Action, desto mehr Befriedigung. Auch wenn die rotgefrorenen Fingerkuppen schmerzen und der eigene Atem an den Brillengläsern kondensiert. (Außendreh im November ist eben nichts für Kuschelsockenprinzessin und Wäremflaschengeist.) Vor allem die Seminare „Bildgestaltung“ und „Praxis der Tonaufzeichnung und Tonwiedergabe“ haben genau diesen wunderbaren Eindruck hinterlassen. Dank an die Dozenten, die uns, mal mit mehr, mal mit weniger Vorgaben, einfach haben machen lassen - mit viel Vertrauensvorschuss und teurem Equipment.

Das Resultat: Hochkonzentrierte Ernsthaftigkeit gepaart mit oft leidenschaftlicher Diskussion, ob etwa die gewählte Kadrierung auch die richtige sei. Niemand will hinter den anderen oder der Leistung vom Vortag zurückstehen. Null Bock ist keine Option! Im Gegenteil. Wir sind wie Jäger auf der Pirsch. Es gilt nicht den Bock, sondern DAS Bild zu schießen. Nur Sehen und “Zielen” will gelernt sein. Aber dafür sind wir ja hier.

Svenja Schmidt

23.11.2011 - Breaking Dawn Premiere in Berlin

 Diese Woche berichte ich nicht von der BAF, sondern von einem ebenso spannenden Ort ;) Am Freitag fand in Berlin die Deutschlandpremiere von "Breaking Dawn (Part 1)" statt und ich war dabei!

 

Im Rahmen eines Gewinnspiels, bekam ich vom Kino Mathäser die Chance, zur Premiere des vierten Teils der Twilight-Saga zu gehen, bei der die beiden männlichen Hauptdarsteller, sowie der Produzent und Regisseur angekündigt waren. Ich flog zum ersten Mal in die Hauptstadt und bin begeistert!

 

Die Zeit bis zum Event verbrachte ich im Museum für Film und Fernsehen (wenn ich schon einen Tag an der BAF verpasse, dann die Zeit doch trotzdem sinnvoll nutzen ;)). Von dort aus konnte ich stündlich beobachten, wie unten vorm Sony Center der rote Teppich und die Kulisse aufgebaut wurden und sich immer mehr Fans mit Klappstühlen, Decken und heißen Getränken an den Absperrungen entlang sammelten.

 

Am Abend dann war die Stimmung am Teppich überwältigend. Wo man auch hinsah: Mädels mit Plakaten und Shirts, auf denen sie sich zu Edward oder Jacob bekannten. Ich habe jedoch mein "Team Edward"-Shirt daheim gelassen. Das mag ja einer Vorpremiere im örtlichen Kino gerecht werden, aber für den Roten Teppich fand ich ein Kleid und Heels angemessener. ;)

Ganz ehrlich…die Stars brauchen keine kugelsicheren Westen und Bodyguards. No-Names wie meine Freundin und ich, die die Ehre haben hinter Robert Pattinson auf dem Roten Teppich laufen zu dürfen, DIE leben gefährlich. Wir haben noch nie so böse Blicke eingefangen…:D

Aber es war auch wirklich toll, dass wir einfach so frei hinter den Stars und Kameras vorbeigehen durften.

 

Filmjournalismus hat mich ja schon immer gereizt. Deshalb wunderte es mich nicht, dass ich die Journalisten am Roten Teppich besonders in Augenschein nahm. (Den ein oder anderen hat es wohl irritiert, aber hey ich fand's nunmal interessant! :D) Irgendwann stehe ich vielleicht dort und berichte über Premieren,…. aber das bleibt wohl längere Zeit noch ein Traum und zunächst gilt es ja im Hier & Jetzt zu leben und das bedeutete für mich: auf zur Filmvorstellung!

 

Der Film wurde in mehreren Sälen gezeigt, doch nur in einem sollten die Darsteller auftauchen. Dementsprechend glücklich waren wir, als wir in "unserem" Saal 8 plötzlich Fotografen und Security sahen. Zur richtigen Zeit am richtigen Ort trifft es hier ganz gut. ;)

 

Wir sicherten uns sofort Plätze in der zweiten Reihe, um so nah dran zu sein wie möglich und stellten noch fest, dass Dschungelkönig Peer Kusmagk und GNT-Juror Rolf Schneider mit im Publikum saßen, da ging es auch schon los.

Tele5- und Disneymoderator Steven Gätjen betrat den Raum und kündigte zunächst den Produzenten Wyck Godfrey und Regisseur Bill Condon an. Ihren Worten konnte man kaum folgen, da man die ganze Zeit gespannt auf die Tür schielte.

Und dann kamen sie: Taylor und Robert live und in Farbe, nur winzige Schritte entfernt. Sofort war das Durcheinander vom Teppich vergessen, denn dieser Augenblick war einfach unbezahlbar. Sie bekamen alle ein "Thank you" Lebkuchenherz und sagten den Film an. Während ich überglücklich war, dass ich so viele Fotos aus der Nähe schießen konnte, hat meine Freundin es sich nicht nehmen lassen, Taylors Hand zu berühren (die übrigens kalt war…hm, wohl doch kein Wolf ;) ).

 

Wie in Trance schauten wir uns dann den Film an, unfähig das zu realisieren, was wir gerade erlebt hatten. Ich habe trotz geistiger Umnebelung aber noch genug aufgepasst, um zu wissen, dass "Breaking Dawn" in Hinblick auf die Regie klasse war! Besonders die Hochzeit hatte sehr, sehr schöne Details(ein weiterer Gastauftritt von Stephenie Meyer inklusive) und generell hat Bill Condon dafür, dass (meiner Meinung nach) das Buch inhaltlich nicht an die ersten Teile rankam, die Emotionen so gut rübergebracht, dass ich nicht nur am Ende Gänsehaut bekam. Und die schauspielerische Leistung? ich glaube dazu muss ich nichts mehr sagen, so stark wie wir Fans an dem Abend beeinflusst wurden. ;)

 

Gleich geht der Flieger zurück nach München. Die zwei Tage hier waren viiiel zu kurz. Berlin ist so groß, schnell, aufregend. Aber ich freue mich, wieder in meine Wahlheimat zurückzukehren, mit einer bleibenden Erinnerung mehr im Herzen… <3

 

Bis bald,

eure Aylin

 

 

 

 

 

 

14.11.2011 - Ein kurzer Überblick zum Anfang

Guten Tag,

 

ich besuche den Kamerakurs der Bayerischen Akademie für Fernsehen. Mein Wunsch, als Kameramann zu arbeiten, beruht auf meiner Freude an Bildern, Technik und der Zusammenarbeit mit Menschen. Auch die Aussicht, an den unterschiedlichsten Orten zu arbeiten, und dabei sowohl mental als auch körperlich gefordert zu sein, reizt mich sehr. Als Lehrstätte wählte ich die BAF, da sie damit beworben wurde, in kurzer Zeit - zehn Monaten - ein fundiertes und vornehmlich praktisches Wissen zu vermitteln. Im Anschluss möchte ich ein Jahr in der Branche Erfahrungen sammeln um darauf folgend, um praktisches Wissen bereichert, ein Studium an einer Filmhochschule zu absolvieren. 

Neben der Filmwelt  interessiere ich mich für Musik, Literatur, Computer und das Zusammenspiel von Technologien und Menschen. 

 

Hier schreiben möchte ich, um zukünftigen BAF-Interessenten meine Eindrücke und Erfahrungen in Bezug auf die Akademie zu vermitteln. 

 

Meine ersten Kontakte mit der BAF möchte ich als durchweg positiv bezeichnen. Verwaltung, Dozenten und Ausstattung lassen kaum Wünsche offen. Hierzu einige konkrete Beispiele:

 

Das Sekretariat

Während meiner Zeit am Gymnasium war ich zwei Jahre Schülersprecher und arbeitete somit zwangsläufig sehr viel mit den Sekretärinnen zusammen. In dieser Zeit erfuhr ich, was für eine Sisyphus - Aufgabe dieser Beruf sein kann.

 

 Unzählige Leute wollen etwas - am besten ganz schnell - für ein Dankeschön ist die Zeit zumeist zu knapp und obendrein gilt es, immer freundlich und höflich das Bild der Institution nach außen zu wahren. Jeden Tag aufs Neue. Hin und wieder bin ich nun selbst einer dieser unzähligen Leute. Beispielsweise, als ich kurz vor Feierabend im Sekretariat der BAF anrief und um eine Studienbescheinigung für meine Krankenkasse bat. Die Antwort: Gar kein Problem, ich werfe es gleich heute noch in den Briefkasten. Ich denke, viel muss man dazu nicht mehr sagen - nur vielleicht, dass es sich dabei keineswegs um eine Ausnahme handelte.

 

Die technische Ausstattung

Ich könnte hier auf Leuchten, Kameras, Mischer, Computer usw. eingehen. Doch ich denke, zwei Sätze reichen: Was in den zehn Monaten an Equipment gebraucht wird, ist verfügbar, aktuell und funktioniert. Die Ausstattung, die wir nutzen entspricht zum Großteil dem, was auch in de Fernsehbranche benutzt wird.

 

Die Dozenten

Der Großteil unserer Dozenten ist oder war in der Fernseh- und Filmbranche tätig. Hinzu kommt, dass es gute Lehrer sind, die sich Mühe geben und sich in ihrem Gebiet gut auskennen. Würde ich Einzelne hervorheben, täte ich den anderen Unrecht und würde ich hier über jeden schreiben, käme ich zu keinem Ende. Didaktisch sowie inhaltlich wurden meine Erwartungen erfüllt bzw. übertroffen. Selten hatte ich so guten Unterricht und noch nie so viel in einem so kurzen Zeitraum. Das heißt jedoch auch, dass man, wenn man alles an dargebotenem Wissen mitnehmen und verinnerlichen möchte, keinen zeitraubenden Nebenbeschäftigungen nachgehen sollte. 

 

 

Die Mitschüler

Es herrscht eine sehr angenehme Atmosphäre. Jeder der Mitstreiter, mit denen ich bisher geredet habe, war nett, interessant und in keinem Fall ausschließlich auf sich selbst und den eigenen Erfolg bedacht. Manche von ihnen haben Berufserfahrung, andere kommen direkt von der Schule. Die meisten haben jedoch schon durch Praktika erste Erfahrungen in der Branche gesammelt.

 

Ich bin persönlich sehr froh, diese Schule/ Ausbildungsstelle gefunden zu haben und versuche, das, was mir hier geboten wird, so gut wie möglich aufzunehmen und zu verarbeiten.

 

Ein Aspekt sorgte bei mir jedoch für Stirnrunzeln: Das durchschnittliche Verhalten der Schüler im Unterricht legte mir immer wieder einen Vergleich zu meiner Schulzeit während der 7. Klasse nahe. Viel näher möchte ich darauf nicht eingehen, jedoch vor folgendem Fehlschluss warnen: Monatliche Kosten, das Verfolgen des eigenen Berufswunsches, ein durchdachtes Lehrkonzept, die eher als kurz zu bezeichnende Studiumsdauer und kompetente Dozenten sorgen zumeist für ein adäquates Gebaren in Unterrichtssituationen. Dem ist nämlich leider nicht immer so.

 

Wolfgang

11.11.2011 - Die ersten Wochen, viel Neues und „Cutter-strophen“

Hallo und herzlich Willkommen auf unserem ersten Blog-Eintrag!

 

Obwohl wir erst wenige Wochen an der Fernsehakademie studieren, können wir angehenden TV-Journalistinnen bestätigen, was sie verspricht: Jede Woche werden wir von mehreren Dozenten aus der Branche unterrichtet, die uns zu den unterschiedlichen Themengebieten das notwendige Rüstzeug vermitteln.

Neben einer Einführung in die Grundlagen des Journalismus gab es einen Kurs zum Nachrichtenschreiben; außerdem standen zwei Praxisseminare mit einer Einführung in die Kamerahandhabung und dem Schnittprogramm Final Cut auf dem Lehrplan. Manchen fällt es schwerer als anderen, sich mit der Technik vertraut zu machen (gerade bei Frauen ;-)), aber letzten Endes konnte doch jeder einen (kleinen) Fortschritt erzielen. Zudem bietet die BAF an Übungsabenden die Möglichkeit, den Stoff noch mal ganz in Ruhe durchzugehen und zu üben. Auch die letzten Tage – es gab ein Seminar zum Thema „Fernsehbilder als Propagandamittel“ – waren sehr interessant und gaben einen völlig neuen Einblick in die Arbeit des Journalisten.

Mit dem Besuch der Münchener Medientage erhielten wir zudem die Möglichkeit, uns über Agenturen und die jeweiligen Sendeanstalten zu informieren oder neue Kontakte zu knüpfen. Eine gelungene Abwechslung zu dem sonst sehr durchstrukturierten Lernalltag, wenn auch die Messe kleiner war, als viele erwartet haben.

Abseits vom Unterricht ist es außerdem schön, bekannte Gesichter wiedergefunden zu haben, die man noch vom Vorstellungsgespräch im Mai kannte. Als „Ausländer“ wird man zwar nicht von der bayerischen Gesellschaft gemieden, aber es ist trotzdem toll, dass wir Preußen die Isar-Metrropole nun gemeinsam erkunden können, ob beim Kneipenabend oder dem gemeinsamen Filmeschauen. Nur bei der Kommunikation treten manchmal Schwierigkeiten auf. Alles, was wir „Zuagroaste“ uns merken können ist, dass erst nach „Grüß Gott“ unser Einsatz kommt (auch wenn wir das Vorherige nicht genau verstanden haben). Doch wir sind zuversichtlich, dass wir in den zehn Monaten nicht nur viel Neues im journalistischen Bereich kennen lernen, sondern auch unsere bayerischen Sprachkenntnisse zunehmend erweitern werden.

 

Bis zum nächsten Blog-Eintrag,

Aylin und Jennifer

09.11.2011 - The Bouncing Ball

Unglaublich, einen Monat lang lernen wir schon an der BAF. Die Zeit vergeht schnell wenn es jeden Tag etwas Neues gibt und es auch noch wahnsinnig viel Spaß macht.
Um einen Einblick der etwas anderen Art zu schaffen, gibt es von mir hin und wieder kleine Episoden aus dem BAF-Leben in Form von kurzen Comic-Strips. Viel Spaß damit!

 

Janine

 

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07.11.2011 - +++ Breaking News: Schock! Horror in Bavaria Filmstadt! +++

München Es sollte ein ganz normaler Ausflug in die Bavaria Filmstadt in München werden, doch für ein Gruppe Studenten wurde es zum Horror-Albtraum! In den Studios der Bavaria Film in Geiselgasteig wurden schon so einige unheimliche Szenen gedreht. Jetzt wurden sie grausame Realität!

 

Die Studenten der Bayerischen Akademie für Fernsehen betraten kurz nach 11 Uhr das Gelände. Sie wollten eine Führung durch die beeindruckenden Filmkulissen machen. Kurz darauf geschah es: Die Besucher stellten auf einem Set eine Auto-Szene nach, da warf sich ein Mann auf die Motorhaube, das Gesicht hinter einer grausigen Jason-Maske versteckt! Er hatte sich zuvor unauffällig unter die Besucher gemischt und wollte dann mit einem Rucksack unterm Arm flüchten!

Horror in der Bavaria Filmstadt! Die Studenten konnten den Grusel-Mann zunächst überwältigen und seine Beute abnehmen, aber bei der anschließenden Jagd durch einen Gefängniskorridor und ein U-Boot, über den Rücken des Glücksdrachen Fuchur bis in das Wikingerdorf Flake konnte der Mann entkommen.

„Ich bin froh, dass ich meinen Rucksack wieder habe, da ist meine Verpflegung drin.“, sagte der bestohlene Student der BAF. „Ich hatte voll total übelst so die brutalste Todesangst und alles.“

Jetzt wurde die Maske zusammen mit einem Brief in Unterföhring sichergestellt. In dem Brief finden sich wichtige Hinweise auf den Täter. Die BAF hat sich dazu entschlossen, diese zu veröffentlichen: „Meister Jason, Lord Vader und ich haben Pläne für den Uniblog entworfen. Da wir den VFX-Kurs vertreten, den Studiengang der seltsamen Kellerkinder, werden wir dementsprechend seltsame Texte schreiben, um dem Vorurteil gerecht zu werden und unsere Tarnung nicht auffliegen zu lassen. Zudem werden wir wenn möglich jeden Monat eine animierte Videoblog-Folge drehen, eine Show, die mit Sketchen über die Geschehnisse in der Uni berichtet.“

Die Bayerische Akademie für Fernsehen rückt damit ins Visier der Ermittlungen. Drei verrückte Studenten werden einen verrückten Blog schreiben. Doch wer sind diese drei? Bis jetzt sind es noch drei ???

Die BAF bleibt dran.

07.11.2011 - Erste Schritte

„Das kostet aber Geld, oder!?“ Ein scheußlicher Satz. Halb erstaunt, halb vorwurfsvoll. Ja, ganz genau. Ich habe eine Investition getätigt. Was für ein Satz in Zeiten, in denen an jeder Ecke hohlwangig und mit glasigen Augen die Krise wartet und einem mit dürren Fingern, aber erstaunlich behände, des Vertrauens in die Zukunft beraubt. Scheußlich.

Ich studiere Fernsehjournalismus an der Bayerischen Akademie für Fernsehen. Ich schaffe mir, wie es so schön heißt, know how drauf, ich investiere in meine grauen Zellen, ich fasse die Zukunft ganz fest am Handgelenk.

Mit dem Geld hätte ich auch andere nette Dinge tun können. Statt ins Oberstübchen hätte ich ein Stockwerk tiefer investieren können. Ist auch für ein paar Tausender zu haben. Lange habe ich für nachmittäglichen Privatfernseh-Trash nach Damen gefahndet, denen der Weg hinauf ins eigene Oberstübchen zu anstrengend gewesen wäre. Nun ja, jedem sei selbst überlassen, wo er anbaut. Im stillen Zwiegespräch habe ich der BAF das Versprechen abgenommen, mich in die Lage zu versetzen, bald meinen Zuschauern Menschen mit wirklichen Geschichten, mit echten Lebensleistungen, Interessen und liebenswerten Eigenheiten präsentieren zu können.

Texten, filmen, schneiden, der Stundenplan ist voll. Jetzt gilt es. Das Studium hat begonnen. Und die Uhr läuft. Wenn es so weiter geht, werden die kommenden zehn Monate wie im Flug vergehen. Mit Schauern erinnere ich mich, wie dereinst in der Schule, vorzugsweise im Physikunterricht, sich der Zeiger im Tempo einer fußlahmen, altersschwachen Weinbergschnecke von Minute zu Minute schleppte. Die Schnecke scheint beim Orthopäden Einlagen und einen Siebenmeilenstiefel bekommen zu haben. Die bisherigen Unterrichtsstunden sind im Nu vergangen. Wir haben gelernt, wie Nachrichtensendungen aufgebaut sind, wie man überhaupt und zu allererst eine Nachricht verfasst und haben erste Versuche an der Kamera gewagt. Bisher deutet alles auf eine gute Investition.

 

Svenja Schmidt

07.11.2011 - Zuckt’s schon?

Fünf Wochen sind eigentlich ein ganz guter Zeitrahmen. Fünf Wochen Bayern, fünf Wochen München, fünf Wochen WG-Leben… und fünf Wochen BAF. Da kann man doch ruhig mal einen Blick zurück werfen: Was haben wir nicht schon alles gemacht in dieser Zeit! Kommt es euch nicht auch so vor, als sei das chaotische „Wir-finden-den-Besitzer-der-Mappe“-Spiel im Audimax eine halbe Ewigkeit her? Oder der erste Heimweg mit den neuen, ja, wie soll man sagen – Kommilitonen? Mitschülern?

Als Journalistin kann ich auf drei spannende Tage mit Frau Doubek zurückblicken, der erfahrenen Fernsehjournalistin, die uns erste Einblicke in die Ausbildung an der BAF gegeben hat. „Where’s the beef?“, wird sich jetzt jeder fragen, der ihr zugehört hat – und davon gibt es tatsächlich eine Menge: Welche Eigenschaften braucht ein Journalist, was sind die W-Fragen, was ist eigentlich eine Dokumentation, und was zum Geier bedeuten Kürzel wie „NiF“, „MAZ“ und „Red“??! Was ich bisher noch nie gehört hatte, war die Bezeichnung „Vierte Gewalt im Staat“ für Journalisten. Eine Kontrollfunktion haben wir inne, wir tragen zur Meinungsbildung bei und beobachten die drei anderen Gewalten – ja, wir sollen ihnen sogar auf die Finger hauen, wenn es Grund dazu gibt! Das war der Moment, in dem ich zum ersten Mal dachte: „Wow. Ich werde Journalistin.“ Verbunden mit der sofort daran anknüpfenden Frage: „Kann ich das?“

 Dieses Gefühl wurde noch verstärkt durch die zwei Tage zum Thema „Fernsehbilder als Propagandawaffe“ bei Herrn Miroschnikoff. Ein Seminar, wohlgemerkt, keine Vorlesung! Zweifellos waren wir trotzdem ein wenig erschlagen von der gigantischen Menge an Erfahrung und somit wertvoller Information, die unser Dozent da mit uns teilen wollte. Wir taten unser Bestes, alles aufzunehmen und zu verarbeiten, und ich bin sicher, dass den ein oder anderen angehenden Journalisten da ein leichter Schauer über den Rücken lief: Auslandsreportage? Schusswaffen? Interviews mit Knall-bumm-päng im Hintergrund?! Hier schieden sich natürlich die Geister, denn nicht jeder von uns konnte und wollte sich vorstellen, später einmal die gleiche Richtung einzuschlagen. Doch die Mehrheit des Kurses sah nach Herrn Miroschnikoffs Berichten zunehmend beeindruckt aus, als würde diese Begeisterung, die er für seinen Beruf empfindet, zu uns hindurchdringen und an unser Pflichtbewusstsein appellieren, dass es genau solche Leute in der Medienbranche geben muss.

  Etwas weniger emotional ging es dann doch an den zwei Tagen Kameraeinführung zu, die sich Herr Korac mit uns zur Aufgabe gemacht hatte. Ehrlich, liebe Kameraleute: Ich habe großen Respekt vor euch! Begriffe wie „maximale Telestellung“, „Zebra“ und „peaking“ sagten mir in den ersten paar Stunden nämlich noch etwa genau so viel, wie alles, was mit bayerischem Dialekt zu tun hat: rein gar nichts. Doch bald schon erging es uns allen ähnlich, kaum hatte man dieses große schwarze Ding mit den Knöpfen und Rädchen mal selbst in der Hand, ergab das alles einen Sinn und machte sogar richtig Spaß! Dass das Ganze einigen von uns so viel Spaß machte, dass sie sich die ausgefallensten Drehorte für ihre Übung aussuchen würden, konnte ja niemand ahnen! Hoffentlich ist wenigstens ein bisschen Drehfleisch für Abschlussvideos dabei…

 So, zuckt’s bei euch schon? Sollte ich aufhören, früher aussteigen? Oder geht‘s noch eine Weile? Naja, wenn ich eines bei Herrn Wrobel in der Einführung zu Final Cut gelernt habe, dann folgende Weisheit: „Wir schneiden, wie wir’s geil finden“. Insofern kann ich noch ein bisschen weitererzählen. Nachdem die zwei Tage im Newsroom vorbei waren, sagte ich jedenfalls: „Ich glaub’, ich werde auch noch Cutterin“. Gut, an diesem Vorhaben hat sich nach den drei Tagen NiF-Produktion auch schon wieder ein bisschen was geändert, denn liebe Cutter, das sieht verdammt kompliziert aus, was ihr da macht! Trotzdem habe ich festgestellt, dass das Herumschnipseln an Filmsequenzen eine tolle Sache ist – ich meine, den Otti erzählen zu lassen, er habe „selten Durchfälle gehabt“ war schon eine Riesengaudi!

Was die NiF angeht, kann ich nur sagen: Da hat die BAF aber eine ganz schön raffinierte Strategie, uns einfach so ins kalte Wasser zu schmeißen! Ich persönlich habe eine Menge gelernt, sowohl, welch lässige Tonmänner es gibt (Kippe im Mundwinkel, Angel in der Hüfte – passt), als auch, wie waaaaaahnsinnig hilfreich Schokobons an stressigen Arbeitstagen sein können! Nein, im Ernst, wir haben wohl alle einen gigantischen Schritt nach vorne gemacht in diesen drei Tagen, und wenn die Analyse vom Freitag erst einmal verdaut ist, wird sich erst recht der Ehrgeiz einstellen! Zum Schluss bleibt also nur noch zu bemerken: „Danke mein tolles Team“, um es mit Lysanders Worten zu sagen. Schön, dass wir uns alle sowohl im echten Leben als auch auf Facebook schon sooo lieb haben…

 


Franziska Stotz

07.11.2011 - Unser neues Leben an der BAF

Hallo ihr Lieben,

 

mittlerweile sind schon vier Wochen vergangen an denen wir schon einiges Interessantes und auch Spannendes in unserem neuen Studium gelernt haben. In Zukunft werden wir euch alle zwei Wochen ausführlich auf dem Laufenden halten, was die BAF für uns bereit hält. Wir drei Fernsehjournalisten, Anna, Charleen und Marie, werden uns den Blog teilen, damit unser Privatleben nicht zu kurz kommt :)

 

Bislang ging es hier schon kunterbunt her:

Die erste Woche war noch sehr entspannend. Die meiste Zeit verbrachten wir vor dem Fernseher und analysierten allerlei Magazine und Nachrichten. So wurde neben der Tagesschau, Heute Journal, Frontal 21 und Leute Heute auch RTL Aktuell näher unter die Lupe genommen und es wurde schnell klar welche Sendungen öfters gesehen werden und bei welchen gerne mal weggeschaltet wird.

Aber wir lernten auch bis dahin für uns unbekannte Magazine kennen, wie z.B. Quer.

Nach unserer langen Fernseh-Session, rieselte dann ein großer Berg Technik über uns herab. Ein bislang unbekanntes Gebiet, das viele Schwierigkeiten und Verständnisfragen mit sich brachte. Von den vielen Knöpfen an der Kamera, über das Schneiden mit Final Cut, bis hin zu physikalischen Formeln des richtigen Pegeltons wurde uns nichts erspart und ließ die Fragezeichen in unseren Köpfen wachsen. Fazit: Der Mensch hört Quer und in 10 dB Schritten....... Doch dank der vielen praktischen Übungen – vor allem an der Kamera – sind wir dabei uns langsam mit der umfassenden Technik anzufreunden. ;)

 

Ein schöner Exkurs war es zu lernen, dass das Fernsehen nicht nur der Unterhaltung, sondern auch der Propaganda und der PR dienen kann. Besonders beeindruckt waren wir von dem Seminar von Peter Miroschnikoff, der uns durch seine persönlichen Erfahrungen den spannenden Alltag eines Auslandskorrespondenten näher brachte. Durch seine Nachrichten-Videos, wo gern mal eine Bombe im Hintergrund explodierte, überlegen sich jetzt bestimmt manche, ob sie nicht lieber die Berufsbranche wechseln sollen. ;)

 

Letzte Woche wurden uns ganze vier Minuten zur Verfügung gestellt in denen wir unsere erste eigene Reportage mit gegebenem Material produzieren konnten. Am Anfang dachten wir alle noch locker : vier Minuten sind doch eeeeeeewig lang; was sollen wir da alles reinmachen??? - doch dann wurde uns schnell klar, dass wir wohl doch auf 4.30 Minuten ausweichen müssen. Dabei kamen 12 lustige Filmchen am Ende raus - manche mit mehr, manche mit weniger Ton, auch gerne mal ohne, dafür aber mit ganz viel Musik.

Diese Woche sind wir unserem eigentlichen Berufsalltag ein wenig näher gekommen. Unsere erste eigene NiF (=Nachricht im Film) stand bevor. 45 Sekunden Nachrichten! Dabei verwandelten sich sogar unsere eigenen „Klassenkameraden“ in gestörte, gestresste Drängler und Ellbogeneinsetzer, die nur darauf bedacht waren, die besten Bilder zu bekommen. Für diesen Anlass wurde sogar mal eben die Preisverleihung des Friedenspreises des deutschen Buchhandels von der Paulskirche in Frankfurt kurzerhand in die BAF verlegt. Mit großer Spannung wurde die schauspielerische Leistung unserer Kommilitonen bei der inszenierten Pressekonferenz bewundert – Die ganzen ääääääääääääääähhhmmm ähm ähm ähm ähm stellten uns beim Schneiden auf eine harte Probe.

 

Doch Morgen werden unsere Filmchen bewertet. Wie das Ergebnis ausfiel, lest ihr dann beim nächsten Mal. :)

„BAF-Geschichten“

Tschüüüüüüsssssiiii Anna, Charleen und Marie

07.11.2011 - Ein herzliches "Hallo"

 Da dies mein erster Beitrag ist, kurz zu meiner Person: Ich heiße Julia, bin 25 Jahre alt und komme aus Berlin. Da ich während meiner Ausbildung zum Mediengestalter für Bild und Ton schon meine Liebe zum „virtuellen Basteln“ entdeckt habe, bin ich hier nun glücklicherweise im VFX-Kurs gelandet.

 

   Wenn ich meinen Freunden oder meiner Familie berichten muss, wie es mir hier ergeht, fallen mir immer nur zwei Worte ein: Wolke Sieben. Nichts beschreibt das Gefühl hier zu sein besser ;)

Wir hatten einen wunderbaren Start in die Zeit, die noch einiges für uns bereit halten wird. Die Schule hat uns herzlich willkommen geheißen. Wir durften uns alle vorstellen und es gab Weißwurscht. Ich glaube ich habe noch nie so viele nette und angenehme Menschen auf einem Haufen gesehen. Ich bin echt begeistert.

 

Jetzt sind gerade mal vier Wochen um und es kommt mir vor, wie vier Monate. Jeder Tag, jede einzelne Unterrichtsstunde ist sehr bereichernd und man lässt sich immer wieder gerne überraschen, was die nächste Stunde so bringt. Es ist nicht dieses klassische Unterrichtsbild, wie man es aus der Schule kennt. Man merkt einfach, dass man von Menschen umgeben ist, die das hier wirklich machen wollen und mit Leib und Seele dabei sind.

 

Meine Worte wirken bestimmt sehr schnulzig und einfach, aber ich hoffe ihr könnt mir verzeihen. Ich bin immer noch von meiner Anfangseuphorie beflügelt und komme irgendwie nicht mehr los davon... Aber muss ich denn? Ich verschiebe die Heilung einfach auf später :P 

 

Das einzige Teufelswerk an dieser Schule ist der Snackbär. Der alte Verführer präsentiert sich immer in der Küche mit all seinen leckeren Kalorien. Immer zufällig gegenüber von meinem Sitzplatz. Ärgern will der mich. Da macht man sich was Gesundes zu Mittag und während man seinen Brokkoli-Auflauf ist, lächelt der Snackbär einen verlockend an. Und schon ertappt man sich, wie man seine Nase in die Box hält und „nur mal guckt“, was denn da so drinnen ist. Und dann immer diese mysteriösen Füllungen. Da ist man in einem Moment beruhigt, dass der Snackbär ja fast alle ist und ihm somit die „Argumente“ ausgehen, und in der nächsten Pause ist er schon wieder voll. Wie fies... Aber ich werde ihm schon noch beweisen, dass ich ihn nicht brauche. Pahh.

 

Jetzt freu ich mich erstmal auf den Bavariafilmstadt-Ausflug, den die BAF freundlicherweise für uns organisiert hat, und dann geht’s rein in die Stop-Motion-Lehre.. Juhu

 

Fortsetzung folgt... ;)

 

Julia