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        <title>Sven</title>
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        <lastBuildDate>Thu, 18 Feb 2010 14:23:39 +0100</lastBuildDate>
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            <title>Schräge Linien und der erste große Hai</title>
            <link>http://www.fernsehakademie.de/index/BAF/Texte.html?sbid=36&amp;blog=400</link>
            <description>„Los! Beeil dich! Wir haben kaum noch Zeit!“ Hastig suche ich mit einem Blick meine Umgebung ab. Mist! Irgendwo muss doch noch ein schönes Motiv sein! Dort hinten vielleicht. Nein. Keine schrägen Linien. Viel zu langweilig. „Hast du es jetzt?“, höre ich eine genervte Stimme aus dem Hintergrund. „Ja, gleich. Ich muss nur noch schnell…“ und schon schweifen meine Gedanken und meine Blicke wieder ab...“Schnell…Ja! Heureka! Das ist ein Motiv!“ Es muss perfekt sein…sonst packt er uns… der große, weiße Hai und zieht uns mit Hinunter in die dunkle Tiefe der Erfolglosigkeit!

Rückblick:

Montag, der 12. Oktober 2009,

Hastig eile ich die Treppe rauf. Meine Gedanken kreisen nur um ein Ziel. Ich brauche einen Platz in der ersten Reihe! Das darf und will ich mir nicht entgehen lasse. Der erste Unterricht bei Prof. Müller. Die Koryphäe in München. Hoch angesehen bei der HFF und diversen Fernsehanstalten in und außerhalb Münchens. Endlich komme ich am Seminarraum an. Schnell schweift mein Blick durch den Raum. Und da! Es ist noch Einer frei. Zielstrebig steuere ich darauf zu. Geschafft!
Und dann ist es soweit, nach einer kurzen Vorstellung ging es auch gleich mit dem Unterricht los. Dieser Mensch hält sich nicht lang mit Kleinigkeiten auf, sondern feuert einem gleich die Grundlagen der Fotografie und Optik um die Ohren. 10 Monate Schule sind nicht viel Zeit. Aber wenn es jemand versteht komplizierten, wissenschaftlichen Stoff innerhalb kürzester Zeit populärwissenschaftlich rüberzubringen, dann Prof. Müller. Und das obwohl er locker schon seinen wohlverdienten Ruhestand auf irgendeiner Südseeinsel verbringen könnte. Zum krönenden Abschluss eines Theorieteils kam dann auch prompt die Umsetzung des Erlernten in die Praxis. Und das sah so aus:
Wir wurden in 3-er Teams eingeteilt und bekamen pro Team eine HDV-Kamera und Stativ inklusive einer kurzen Einweisung. Und so ausgerüstet zogen wir los, auf der Suche nach spannenden und den erteilten Aufgaben entsprechenden Motiven. Und schon schwärmten wir wie die Bienen aus dem Bienenstock aus, auf der Suche nach den schönsten Blüten…äh ich meine Motiven. Da das Ganze ja nicht nur so zum Spaß war, sondern von Herrn Prof. Müller höchstpersönlich bewertet wurde, war der Ehrgeiz bei uns allen natürlich sehr hoch. Nicht selten kam es vor, dass man eine Superidee hatte, aber ein anderes Team schon vor Ort war. Die Bilder durften alles sein, nur nicht langweilig. Viel Bildinhalt – aber nicht zu überladen, den goldenen Schnitt ja beachten und schräge Linien...gaaanz wichtig.
Nachdem dann alle wieder in den Bienenstock, äh…Seminarraum eintrudelten gab es die heiß ersehnte Auswertung der Motive. Und da begriff ich erst, welche Rolle Herr Prof. Müller an der BAF einnimmt.
Und, Herr Prof. Müller, ich hoffe, Sie verzeihen mir den Vergleich: Er ist der erste große Hai, der uns auf unserer Berufslaufbahn begegnet und wir sind seine Beute.
Wie komme ich darauf?
Wenn er seinen Unterricht abhält zieht er scheinbar nervös seine Bahnen am Lehrerpult. Den Blick nie auf seine Beute gerichtet. Aber, wehe seine Beute wagt sich zu weit in sein Revier vor, in Form einer nicht-klug-gestellten-Frage. Na, aber dann…
Blitzschnell richtet er seinen Blick auf das noch Ahnungslose Opfer. Ehe es sich versieht packt er mit Rasierklingen scharfen Kommentaren zu , um es dann mit sich hinunter zuziehen in einen Strudel der Erfolglosigkeit. Ich denke, früher hätte er auch sein Opfer ohne weiteres zerfleischt, aber heutzutage ist sein Hunger gestillt, so dass er irgendwann von seinem Opfer ablässt damit dieses sich dann mit letzter Kraft sich an die Oberfläche zurück kämpfen kann und sich sagt:“ Diesen Fehler begehe ich nie wieder!“
Nein! Ganz so dramatisch ist es nicht. Im Gegenteil, man sollte Fehler machen, denn dafür ist eine Schule ja auch da. Und Herr Prof. Müller ist für mich, trotz seiner harten Kritik und seinen Eigenarten der beste Professor, den ich mir im Bereich Optik, Kamera und Bildgestaltung vorstellen kann. Punkt. 
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            <author>Sven</author>
            <pubDate>Tue, 26 Jan 2010 15:30:00 +0100</pubDate>
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            <title>Alle Mann an Board! Hisst die Segel!</title>
            <link>http://www.fernsehakademie.de/index/BAF/Texte.html?sbid=36&amp;blog=384</link>
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Nach dem die Kennenlern- und Kuscheltage vorbei waren,
schickte man uns ohne Umwege auf das dienstälteste Flagschiff der Akademie.

Einen 3-Maschinen-Schnittplatz. Ich habe sie in Anlehnung an
die großen spanischen Galeonen„Lassmi randa dennsie willja“ getauft.

Die Sony BVE-2000 in Verbindung mit der Sony PVW- 2800P.

Für alle die jetzt nur noch Bahnhof verstehen: Es sind quasi
zwei Video - Player und ein Video – Recorder, die über eine separate
Fernsteuerung verfügen. 

Damit wir in all dem technischen Wirrwarr nicht komplett den
Überblick verlieren, stellte man uns noch ein paar Kontrollmonitore, sowie der
technischen Leiter der Schnitt- und 2D Grafik-Abteilung der großen Pro7 – Sat1
– Kabel1 Flotte, Peter Ehlert zur Verfügung.

Und nun stand unserer ersten Reise durch das Haifischbecken
nix mehr im Wege.

Doch bevor jetzt einige von Euch, mir angebiedert zu rufen:
„Was soll das? So ein alter Scheiß! Das braucht doch heutzutage kein Mensch
mehr!“. Denen kann ich nur sagen: „Auf alten Schiffen lernt man segeln!“

Und wie wir segeln lernten. 

Unser erster Abstecher brachte uns ohne große Umwege zum
Königreich „Narnia“.

Dort angekommen montierten wir zahlreiche Orginal- Schnipsel
zu unseren ersten eigenen Trailer zusammen und ließen den Löwen Aslan erst mal
so richtig laut losbrüllen. 

Der erste kleine Gänsehauteffekt und noch mehr Vorfreude auf
dieses Studium waren das Resultat unserer ersten Reise. 

Aber damit war unsere Abenteuerlust noch lange nicht
gestillt. Im Gegenteil! Jetzt gings’s erst richtig los! 

Also nächste Kassette in den Player und ab das Band.&lt;/meta&gt;&lt;/meta&gt;&lt;/meta&gt;&lt;xml&gt;

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            <author>Sven</author>
            <pubDate>Thu, 12 Nov 2009 12:17:00 +0100</pubDate>
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