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        <title>Christian</title>
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            <title>Frohe Weihnachten</title>
            <link>http://www.fernsehakademie.de/index/BAF/Texte.html?sbid=33&amp;blog=394</link>
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Die ersten drei Monate BAF sind vorbei und bald steht das
Christkind vor der Tür. Und bevor ich mich auf den Weg in das beschauliche
Neumarkt mache, um mit den Kobolden und Rehen Heiligabend zu feiern, lasse ich
das erste Drittel BAF mal ein wenig Revue passieren. Am meisten gelernt habe
ich sicher auf der technischen Seite. Ich weiß jetzt wie mein Röhrenfernseher
eigentlich funktioniert, kann (hoffe ich) halbwegs eine Kamera bedienen und weiß
die Oscar-Kategorie „Bester Schnitt“ nun wirklich zu schätzen. Am meisten freue
ich mich aber über all die netten Menschen, die ich in dieser kurzen Zeit
kennen gelernt habe. Bisher hielt ich mich auch immer für unfähig, im Team zu
arbeiten, doch durch die höchst professionelle Einstellung meiner Mit-Studenten,
bin ich von Teamwork mittlerweile total begeistert. Es lag also in meinem
bisherigen Leben gar nicht an mir, sondern an all den unprofessionellen
Versagern, mit denen ich zu tun hatte (Selbstironie? Wahrscheinlich….oder doch
nicht?).

 

 

Wirklich verbessert habe ich auch meine
Tischfußball-Fertigkeiten. Mit links das Mittelfeld zu beherrschen klappt
allerdings immer noch nicht wirklich. Aber das ist ein anderes Thema…

 

Nach fast drei Monaten, in denen ich nie länger als zwei
Tage am Stück frei hatte, freue ich mich nun aber doch sehr auf die Ferien.
Auch wenn ich wahrscheinlich ein klein wenig Tontechnik werde lernen müssen.

 

Was bleibt also noch zu sagen, bevor es in die Ferien geht? Ganz
herzlich möchte ich mich bei meinen treuen Blog-Lesern für die Milliarden von
Mails und Briefen bedanken! Ich werde auch im neuen Jahr versuchen, euch nicht
zu enttäuschen und regelmäßig brillante Blogs ins Netz stellen.

 

 

 

Euer Christian J

 &lt;/meta&gt;&lt;/meta&gt;&lt;/meta&gt;&lt;xml&gt;

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Die ersten drei Monate BAF sind vorbei und bald steht das
Christkind vor der Tür. Und bevor ich mich auf den Weg in das beschauliche
Neumarkt mache, um mit den Kobolden und Rehen Heiligabend zu feiern, lasse ich
das erste Drittel BAF mal ein wenig Revue passieren. Am meisten gelernt habe
ich sicher auf der technischen Seite. Ich weiß jetzt wie mein Röhrenfernseher
eigentlich funktioniert, kann (hoffe ich) halbwegs eine Kamera bedienen und weiß
die Oscar-Kategorie „Bester Schnitt“ nun wirklich zu schätzen. Am meisten freue
ich mich aber über all die netten Menschen, die ich in dieser kurzen Zeit
kennen gelernt habe. Bisher hielt ich mich auch immer für unfähig, im Team zu
arbeiten, doch durch die höchst professionelle Einstellung meiner Mit-Studenten,
bin ich von Teamwork mittlerweile total begeistert. Es lag also in meinem
bisherigen Leben gar nicht an mir, sondern an all den unprofessionellen
Versagern, mit denen ich zu tun hatte (Selbstironie? Wahrscheinlich….oder doch
nicht?).

 

 

Wirklich verbessert habe ich auch meine
Tischfußball-Fertigkeiten. Mit links das Mittelfeld zu beherrschen klappt
allerdings immer noch nicht wirklich. Aber das ist ein anderes Thema…

 

Nach fast drei Monaten, in denen ich nie länger als zwei
Tage am Stück frei hatte, freue ich mich nun aber doch sehr auf die Ferien.
Auch wenn ich wahrscheinlich ein klein wenig Tontechnik werde lernen müssen.

 

Was bleibt also noch zu sagen, bevor es in die Ferien geht? Ganz
herzlich möchte ich mich bei meinen treuen Blog-Lesern für die Milliarden von
Mails und Briefen bedanken! Ich werde auch im neuen Jahr versuchen, euch nicht
zu enttäuschen und regelmäßig brillante Blogs ins Netz stellen.

 

 

 

Euer Christian J

 </description>
            <author>Christian</author>
            <pubDate>Tue, 22 Dec 2009 13:24:00 +0100</pubDate>
        </item>
        <item>
            <title>Das rote Licht</title>
            <link>http://www.fernsehakademie.de/index/BAF/Texte.html?sbid=33&amp;blog=386</link>
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Da ich noch nie das Bedürfnis hatte, mich selbst im
Fernsehen zu sehen und auch nicht unbedingt begeistert davon bin, dass andere
das tun, war der Wunsch, einmal vor der Kamera zu agieren bislang quasi nicht
vorhanden. Da die BAF einem aber die Möglichkeit bietet, es mal auszuprobieren,
war ich trotzdem nicht abgeneigt, es zu versuchen.


War auch keine große Sache, ich sollte lediglich den 1:30
Minuten langen Beitrag zur Eislauffläche am Stachus anmoderieren, den ein paar
Kommilitonen und ich gedreht hatten. Zuschauer begrüßen, vier oder fünf Sätze
zum Beitrag sagen und das war's…


So schlimm kann das ja eigentlich nicht sein. Sehen würden
das ja dann auch nur meine ca. 60 Mitstudenten…


 


Also ein paar nette Formulierungen überlegt, kurz mal geübt
und vor die Kamera.


Und ich war auch wirklich völlig locker…bis dieses rote
Licht an der Kamera aufleuchtete, das mir signalisierte, dass jetzt aufgenommen
wird. JETZT!


Es war fast faszinierend, welch irre Sachen plötzlich in
meinem Gehirn abliefen. Simpelste Grammatik wird plötzlich zum Feind, wenn man
sich in der Mitte eines Satzes plötzlich nicht mehr sicher ist, wie man ihn
eigentlich beenden soll, wie das Verb „schlittschuhfahren“ richtig konjugiert
wird oder wie diese Dinger unten an den Schlittschuhen heißen….Hufe? Nee…


Und all diese Prozesse laufen innerhalb von Millisekunden
ab, während man gleichzeitig spricht und sich selbst dabei zuhört.


 


Irgendwie habe ich es dann hinbekommen, meine Sätze ohne
größere Fehler und Versprecher loszuwerden und wirklich aufgefallen, dass ich
mich in einem erbitterten Kampf mit meinem Sprachzentrum befunden habe, ist es
glaube ich auch keinem. Eine große Liebe zu dem roten Licht ist jedoch nicht
wirklich entflammt und ich werde wohl auch in Zukunft lieber schreiben, was
andere sagen sollen, als dies selber zu tun.


Eine interessante Erfahrung war es jedoch in jedem Fall.


 


Christian
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Da ich noch nie das Bedürfnis hatte, mich selbst im
Fernsehen zu sehen und auch nicht unbedingt begeistert davon bin, dass andere
das tun, war der Wunsch, einmal vor der Kamera zu agieren bislang quasi nicht
vorhanden. Da die BAF einem aber die Möglichkeit bietet, es mal auszuprobieren,
war ich trotzdem nicht abgeneigt, es zu versuchen.


War auch keine große Sache, ich sollte lediglich den 1:30
Minuten langen Beitrag zur Eislauffläche am Stachus anmoderieren, den ein paar
Kommilitonen und ich gedreht hatten. Zuschauer begrüßen, vier oder fünf Sätze
zum Beitrag sagen und das war's…


So schlimm kann das ja eigentlich nicht sein. Sehen würden
das ja dann auch nur meine ca. 60 Mitstudenten…


 


Also ein paar nette Formulierungen überlegt, kurz mal geübt
und vor die Kamera.


Und ich war auch wirklich völlig locker…bis dieses rote
Licht an der Kamera aufleuchtete, das mir signalisierte, dass jetzt aufgenommen
wird. JETZT!


Es war fast faszinierend, welch irre Sachen plötzlich in
meinem Gehirn abliefen. Simpelste Grammatik wird plötzlich zum Feind, wenn man
sich in der Mitte eines Satzes plötzlich nicht mehr sicher ist, wie man ihn
eigentlich beenden soll, wie das Verb „schlittschuhfahren“ richtig konjugiert
wird oder wie diese Dinger unten an den Schlittschuhen heißen….Hufe? Nee…


Und all diese Prozesse laufen innerhalb von Millisekunden
ab, während man gleichzeitig spricht und sich selbst dabei zuhört.


 


Irgendwie habe ich es dann hinbekommen, meine Sätze ohne
größere Fehler und Versprecher loszuwerden und wirklich aufgefallen, dass ich
mich in einem erbitterten Kampf mit meinem Sprachzentrum befunden habe, ist es
glaube ich auch keinem. Eine große Liebe zu dem roten Licht ist jedoch nicht
wirklich entflammt und ich werde wohl auch in Zukunft lieber schreiben, was
andere sagen sollen, als dies selber zu tun.


Eine interessante Erfahrung war es jedoch in jedem Fall.


 


Christian</description>
            <author>Christian</author>
            <pubDate>Wed, 09 Dec 2009 09:35:00 +0100</pubDate>
        </item>
        <item>
            <title> Die Tarot-Karte aus der Hölle</title>
            <link>http://www.fernsehakademie.de/index/BAF/Texte.html?sbid=33&amp;blog=383</link>
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Wir hatten alles so schön vorbereitet…

Die Drehgenehmigung von der Wohnheimsleitung war eingeholt,
unsere Protagonisten waren instruiert, mit den Kameramännern war alles
abgesprochen und wir hatten sogar einen unglaublich lustigen Running-Gag.

Die Rede ist – wie im letzten Blog schon angekündigt –
von unserer 30-Minuten-Reportage in
„meinem“ Studentenwohnheim. Per Rundmail hatte ich die rund 80 Bewohner
informiert und wir hatten sogar eine handvoll Studenten gefunden, die sich
bereitwillig von Pia und mir vor die Kamera zerren lassen würden. Der Plan
stand.

Pia sollte unsere Opfer interviewen, während ich sie und
unsere Kameramänner durchs Wohnheim führe. Zusätzlich würde ich alle paar
Minuten nach 50-Cent-Stücken für den Bierautomaten fragen, ein paar Gags
einstreuen und Kamerateam samt Pia durch die Gänge führen.

Das Konzept stand also…doch dann kam uns eine kleine,
unscheinbare Karte dazwischen.

Aber der Reihe nach.

 

Dienstag, 03.11.2009

 


12:30 Uhr

Unterrichtsschluss an der BAF. Den Kamerateams wird das
Equipment ausgehändigt. Die Journalisten-Teams müssen vor einer weißen Wand
innerhalb von 30 Sekunden noch einmal kurz ihr Thema vorstellen UND eine
Tarot-Karte ziehen, welche ihnen Glück für den Dreh bringen soll.
Stellvertretend für Pia, unsere beiden Kameramänner und mich, ziehe ich also
eine Karte. Eine mysteriöse Frau, die ich noch nie zuvor an der BAF gesehen
hatte, erklärt mit lustigem französischen Akzent, dass es sich dabei um die
Karte mit dem Namen „Zehn der Münzen“ handele und das Reichtum und viel Geld
verspreche. Was das mit unserem Wohnheims-Dreh zu tun haben soll ist mit immer
noch schleierhaft. Zudem habe ich den Verdacht, dass alle Karten mit negativer
Bedeutung schon vorher aus dem Stapel entfernt worden waren. Alle anderen neun
Teams hatten auch irgendeine ganz tolle Karte, die das Blaue vom Himmel
versprach.

Mit auf den Weg bekommen wir noch die Anweisung, den Dreh
damit zu beginnen, unsere Tarot-Karte in die Kamera zu halten und anschließend
per Handy in der BAF anzurufen.

 

14:00 Uhr

Wir (Pia, die beiden Kameramänner Atila und Oliver und ich)
sind am Wohnheim angekommen. Drehbeginn ist um 19:00. Also bleibt noch genug
Zeit für Lichteinstellungen, Drehortbesichtigungen und in aller Ruhe Mittag zu
essen. Wir sind gut in der Zeit und der Plan steht. Die Sonne scheint, die
Vögel zwitschern, alle haben sich lieb. Alles ist perfekt. Wie eben fast immer
im Leben.

 

18:00 Uhr

Wir werden langsam ein bisschen nervös. Die
Lichtverhältnisse im Wohnheim erweisen sich seit Sonnenuntergang als ziemlich
mies und zwei unserer Protagonisten haben kurzfristig abgesagt aufgrund eines
Sozialprojektes (??) bzw. 40 Grad Fieber.

Aber wir bleiben zuversichtlich. Der Bierautomaten-Gag wird
uns alle retten.

 

19:00 Uhr 

Wir stehen vor dem Wohnheim und wollen unseren Dreh
beginnen. Plötzlich fangen die Glocken der direkt nebenan stehenden Kirche zu
läuten an und fast zeitgleich hören wir eine Krankenwagensirene, die immer
näher kommt. Gut, denke ich mir, fangen wir halt ein paar Minuten später an.

 

19:00 Uhr und 20 Sekunden

Die Glocken läuten immer noch, der Krankenwagen kommt immer
näher und Atila spricht ungeachtet des ganzen Lärms die beiden magischen Worte:
„Kamera läuft!“

 

19:01 Uhr

Pia versucht Glocken und Sirene zu ignorieren und
telefoniert mit unserer Dozentin Frau Doubek in der BAF. Der Krankenwagen fährt
direkt an uns vorbei, die Glocken dröhnen immer noch und mir fällt in diesem
Moment ein, dass ich die Tarot-Karte vergessen habe…

Ich sprinte in mein eigenes Wohnheimzimmer, hole die *§%/“%-Karte
und hetze zurück. Pia interviewt mittlerweile den Hausmeister und Oliver gibt
mir per Handzeichen zu verstehen, dass ich mich jetzt nicht einfach ins Bild
drängeln soll.

 

19:15 Uhr

Die Hälfte unserer Reportage ist gedreht. Ich erhasche
endlich einen geeigneten Zeitpunkt wieder vor die Kamera zu springen. Ich halte
endlich die Drecks-Tarot-Karte ins Bild und führe meinen Bierautomaten-Gag ein,
der nun nicht mehr wirklich als Running-Gag taugt.

Dafür hackt Pia den Rest der Reportage auf mir herum, weil
ich so lange verschwunden war. Ihr schauspielerisches Talent ist derart
überzeugend, dass ich mir irgendwann selbst nicht mehr sicher bin, ob sie
tatsächlich sauer auf mich ist…dabei musste ich doch schließlich diese Tarot-Karte
holen…

 

20:00 Uhr

Wir sind fertig. Trotz allem haben wir eine halbwegs
akzeptable erste Drehübung im Kasten. Es hat wirklich Spaß gemacht, die
Stimmung im Team war super und bei einem Bier bedanken wir uns noch mal bei
unseren verbliebenen Protagonisten.

 

Fazit:

Die ganze Aktion war überaus lehrreich und wir haben alle
viel daraus mitgenommen. Sollte mich – auch wenn das sehr unwahrscheinlich ist
– allerdings in meinem späteren Berufsleben noch einmal ein Vorgesetzter
nötigen, eine Tarot-Karte in die Kamera zu halten, hacke ich ihm den Kopf ab.

 

In diesem Sinne: Bis zum nächsten Mal!&lt;/meta&gt;&lt;/meta&gt;&lt;/meta&gt;&lt;xml&gt;

 Norma
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Wir hatten alles so schön vorbereitet…

Die Drehgenehmigung von der Wohnheimsleitung war eingeholt,
unsere Protagonisten waren instruiert, mit den Kameramännern war alles
abgesprochen und wir hatten sogar einen unglaublich lustigen Running-Gag.

Die Rede ist – wie im letzten Blog schon angekündigt –
von unserer 30-Minuten-Reportage in
„meinem“ Studentenwohnheim. Per Rundmail hatte ich die rund 80 Bewohner
informiert und wir hatten sogar eine handvoll Studenten gefunden, die sich
bereitwillig von Pia und mir vor die Kamera zerren lassen würden. Der Plan
stand.

Pia sollte unsere Opfer interviewen, während ich sie und
unsere Kameramänner durchs Wohnheim führe. Zusätzlich würde ich alle paar
Minuten nach 50-Cent-Stücken für den Bierautomaten fragen, ein paar Gags
einstreuen und Kamerateam samt Pia durch die Gänge führen.

Das Konzept stand also…doch dann kam uns eine kleine,
unscheinbare Karte dazwischen.

Aber der Reihe nach.

 

Dienstag, 03.11.2009

 


12:30 Uhr

Unterrichtsschluss an der BAF. Den Kamerateams wird das
Equipment ausgehändigt. Die Journalisten-Teams müssen vor einer weißen Wand
innerhalb von 30 Sekunden noch einmal kurz ihr Thema vorstellen UND eine
Tarot-Karte ziehen, welche ihnen Glück für den Dreh bringen soll.
Stellvertretend für Pia, unsere beiden Kameramänner und mich, ziehe ich also
eine Karte. Eine mysteriöse Frau, die ich noch nie zuvor an der BAF gesehen
hatte, erklärt mit lustigem französischen Akzent, dass es sich dabei um die
Karte mit dem Namen „Zehn der Münzen“ handele und das Reichtum und viel Geld
verspreche. Was das mit unserem Wohnheims-Dreh zu tun haben soll ist mit immer
noch schleierhaft. Zudem habe ich den Verdacht, dass alle Karten mit negativer
Bedeutung schon vorher aus dem Stapel entfernt worden waren. Alle anderen neun
Teams hatten auch irgendeine ganz tolle Karte, die das Blaue vom Himmel
versprach.

Mit auf den Weg bekommen wir noch die Anweisung, den Dreh
damit zu beginnen, unsere Tarot-Karte in die Kamera zu halten und anschließend
per Handy in der BAF anzurufen.

 

14:00 Uhr

Wir (Pia, die beiden Kameramänner Atila und Oliver und ich)
sind am Wohnheim angekommen. Drehbeginn ist um 19:00. Also bleibt noch genug
Zeit für Lichteinstellungen, Drehortbesichtigungen und in aller Ruhe Mittag zu
essen. Wir sind gut in der Zeit und der Plan steht. Die Sonne scheint, die
Vögel zwitschern, alle haben sich lieb. Alles ist perfekt. Wie eben fast immer
im Leben.

 

18:00 Uhr

Wir werden langsam ein bisschen nervös. Die
Lichtverhältnisse im Wohnheim erweisen sich seit Sonnenuntergang als ziemlich
mies und zwei unserer Protagonisten haben kurzfristig abgesagt aufgrund eines
Sozialprojektes (??) bzw. 40 Grad Fieber.

Aber wir bleiben zuversichtlich. Der Bierautomaten-Gag wird
uns alle retten.

 

19:00 Uhr 

Wir stehen vor dem Wohnheim und wollen unseren Dreh
beginnen. Plötzlich fangen die Glocken der direkt nebenan stehenden Kirche zu
läuten an und fast zeitgleich hören wir eine Krankenwagensirene, die immer
näher kommt. Gut, denke ich mir, fangen wir halt ein paar Minuten später an.

 

19:00 Uhr und 20 Sekunden

Die Glocken läuten immer noch, der Krankenwagen kommt immer
näher und Atila spricht ungeachtet des ganzen Lärms die beiden magischen Worte:
„Kamera läuft!“

 

19:01 Uhr

Pia versucht Glocken und Sirene zu ignorieren und
telefoniert mit unserer Dozentin Frau Doubek in der BAF. Der Krankenwagen fährt
direkt an uns vorbei, die Glocken dröhnen immer noch und mir fällt in diesem
Moment ein, dass ich die Tarot-Karte vergessen habe…

Ich sprinte in mein eigenes Wohnheimzimmer, hole die *§%/“%-Karte
und hetze zurück. Pia interviewt mittlerweile den Hausmeister und Oliver gibt
mir per Handzeichen zu verstehen, dass ich mich jetzt nicht einfach ins Bild
drängeln soll.

 

19:15 Uhr

Die Hälfte unserer Reportage ist gedreht. Ich erhasche
endlich einen geeigneten Zeitpunkt wieder vor die Kamera zu springen. Ich halte
endlich die Drecks-Tarot-Karte ins Bild und führe meinen Bierautomaten-Gag ein,
der nun nicht mehr wirklich als Running-Gag taugt.

Dafür hackt Pia den Rest der Reportage auf mir herum, weil
ich so lange verschwunden war. Ihr schauspielerisches Talent ist derart
überzeugend, dass ich mir irgendwann selbst nicht mehr sicher bin, ob sie
tatsächlich sauer auf mich ist…dabei musste ich doch schließlich diese Tarot-Karte
holen…

 

20:00 Uhr

Wir sind fertig. Trotz allem haben wir eine halbwegs
akzeptable erste Drehübung im Kasten. Es hat wirklich Spaß gemacht, die
Stimmung im Team war super und bei einem Bier bedanken wir uns noch mal bei
unseren verbliebenen Protagonisten.

 

Fazit:

Die ganze Aktion war überaus lehrreich und wir haben alle
viel daraus mitgenommen. Sollte mich – auch wenn das sehr unwahrscheinlich ist
– allerdings in meinem späteren Berufsleben noch einmal ein Vorgesetzter
nötigen, eine Tarot-Karte in die Kamera zu halten, hacke ich ihm den Kopf ab.

 

In diesem Sinne: Bis zum nächsten Mal!</description>
            <author>Christian</author>
            <pubDate>Thu, 12 Nov 2009 12:14:00 +0100</pubDate>
        </item>
        <item>
            <title>Erst am Anfang und doch schon mitten im Geschehen</title>
            <link>http://www.fernsehakademie.de/index/BAF/Texte.html?sbid=33&amp;blog=373</link>
            <description>Herzlich Willkommen also zu meinem ersten Blog.
Zuerst möchte ich mich einmal kurz vorstellen.
Mein Name ist Christian, ich bin 27 Jahre alt und studiere seit 01.10. an der BAF TV-Journalismus. Nachdem ich von 2003 bis 2008 Theaterwissenschaft, Psychologie und Englische Literaturwissenschaft an der LMU hier in München studiert hatte, folgte ein Jahr, dass ich (wieder bei meinen Eltern wohnend) mit unbezahlten Praktika, schlecht bezahlter freier Mitarbeit bei diversen Zeitschriften und Zeitungen und viel ungewollter Freizeit verbrachte. Schließlich wurde ich an der BAF genommen und habe jetzt noch fast zehn Monate intensives Vollzeitstudium vor mir, an das sich hoffentlich ein hochbezahlter Job anschließen wird. 

Drei volle Wochen sind es nun also schon, dass es an der BAF für uns losgegangen ist.
Da ich während meines Theaterwissenschafts-Studiums selten mehr als 10 Stunden pro Woche an der Uni verbrachte, ist so ein Vollzeitstudium schon eine ganz andere Erfahrung. Die Zeit vergeht wie im Fluge und zum Reflektieren kommt man eigentlich kaum.
Die erste Woche bestand aus eingehenden Analysen der gängigsten Nachrichten- und Boulevardsendungen. Vor allem Frau Doubeks Anekdoten aus ihrer „Fernsehkarriere“ vermittelten hierbei schon einmal einen hochinteressanten Einblick in die Fernsehwelt.
Bis auf einige Monate bei der Jürgens &amp; Partner Medienkonzepte GmbH, welche sich für die Feste der Volksmusik verantwortlich zeichnet, ist mir diese noch recht fremd. Aber immerhin kenne ich Florian Silbereisen persönlich!!! Olé!

Nach einer Kamera-Einführung und einem Crash-Kurs im Formulieren von Nachrichten steht diese Woche schließlich Tontechnik an. Eine etwas trockenere Sache…

Kommende Woche steht dafür aber auch schon unser erstes eigenes Projekt an: eine 30-minütige Reportage in Echtzeit. Also ohne Schnitt, ohne die Kamera zwischendurch auszuschalten, ohne Spezialeffekte, animierte Charaktere und auch ohne Black Jack und…wobei…wer weiß?
Zusammen mit Pia (die hier ja auch blogt!) und zwei Kameramännern wird diese Aktion jedenfalls übernächste Woche über die Bühne gehen.
Zuerst hatten wir geplant über die Münchner Eisbach-Surfer zu berichten, die Verwaltung des englischen Gartens hat uns jedoch einen Strich durch die Rechnung gemacht und uns keine Dreherlaubnis gegeben.
So blieb uns nichts anderes übrig, als auf Plan B auszuweichen und eine Reportage über das Leben in einem Studentenwohnheim auf die Beine zu stellen. Meinem Studentenwohnheim!
Derzeit sind die Vorbereitungen auch schon fast abgeschlossen. Der grobe Ablauf steht und auch unsere Opfer sind schon gecastet. Es war wesentlich schwerer, als man sich das vorstellen würde, wenigstens 10 Studenten zu finden, die sich und ihr Zimmer freiwillig von unserer Kamera filmen lassen. In meine vor einer Woche ausgehängte List hatte sich nach sieben Tage genau ein einziger eingetragen. Auch meine flammende Rede auf dem Wohnheimsbarabend (die ich auf dem Tresen stehend hielt) brachte nicht viel mehr als (besoffenes) Gegröhle und Applaus.
So mussten wir (Pia und ich) schließlich von Zimmer zu Zimmer gehen und einzeln versuchen die Studenten und Studentinnen ans Gerät bzw. in die Reportage zu bringen. 
Schlussendlich haben wir es dann doch geschafft (vor allem dank Pias grandiosen Überredungskünsten! Danke nochmal!) genügend Wohnheimbewohner davon zu überzeugen, dass sie sich freiwillig zur Verfügung stellen wollen, Protagonisten in unserer höchstwahrscheinlich Maßstäbe setzenden Reportage zu werden. Wie der Dreh dieser dann ablief, wird in meinem nächsten Blog zu lesen sein. Der wird dann auch witziger. Ich verspreche es!

Christian
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            <author>Christian</author>
            <pubDate>Thu, 29 Oct 2009 15:24:00 +0100</pubDate>
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